1. Arbeitseinsatz / Aktionstag am RAG Heim

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mara
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1. Arbeitseinsatz / Aktionstag am RAG Heim

Beitrag von mara » Samstag 15. August 2020, 19:07

Ich weiß nicht, ob ich es noch kann. Seit 7 Monaten keinen Bericht mehr geschrieben. Versuche es mal.

Unter Pandemiebedingungen eine Veranstaltung planen, das hatten wir auch noch nie. Eine große Verantwortung.
Bevor es am 8. und 9. August losgehen konnte, mussten entsprechende Vorkehrungen getroffen werden. Mit Hilfe vom BeA San (Beauftragter Sanität) Krischan wurde Wochen vorher ein Hygieneplan ausgearbeitet, der explizit für dieses Wochenende galt. Je nach Verlauf der Pandemie wird dieser Plan vor jeder Veranstaltung entsprechend überarbeitet und an die zu informierenden Stellen weiter geleitet.

Eigentlich ist das Deutsche Panzermuseum für unsere Aktionstag und Arbeitseinsätze unsere Anlaufstelle, doch bis Ende September sind alle Vorführungen, offenen Luken und auch wir mit unseren Modellen, abgesagt worden. Kein Problem. Wir können auf unser eigenes Fahrgelände ausweichen. Das RAG Heim in der alten Örtzetal Kaserne.

Am Freitagabend kamen schon die Rheinländer. Sonst würde es sich nicht lohnen. Und warum sollte das Wochenende mit Stress auf der Autobahn anfangen? Eben. Erst noch gemütlich essen gehen und sanft in den Arbeitseinsatz hingleiten. Das obligatorische Einkaufen fürs WE haben wir bereits am Nachmittag erledigt. Sollte ja keiner verdursten bei dieser Hitze. Und der Planet kannte an diesem Wochenende keine Gnade.

Samstag, Arbeitseinsatz / RK Nachmittag:

Tische und Stühle raus, Markise rausfahren, Meldekopf mit Desi-Spender einrichten, der Kaffee läuft.

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Die ersten wichtigen Handgriffe. An diesem Wochenende haben wir fast 20 Liter Wasser an den gemahlenen Kaffeebohnen vorbei laufen lassen.
Für alle, die sich um den hygienischen Ablauf der Zusammenkunft Sorgen machen, weil er vielleicht nicht extra erwähnt wird, er wurde vollzogen. Aus diesem Grund waren einige von uns schon etwas eher am RAG Heim, um die notwendigen Vorbereitungen zu treffen. Desinfektion der Flächen, Tische und Stühle, etc.
Dies ist ein Bericht über unser liebstes Hobby, unsere Gemeinschaft und ein Wiedersehen nach 7 Monaten.

Nach und nach trudelten die Mitglieder und Gäste ein. Wir waren froh uns alle wohlbehalten zu sehen. Wolfgang, Vorsitzender der RK Örtzetal, begrüßte uns alle sehr herzlich und wies noch mal auf die gültigen Bestimmungen hin unter die dieser RK Nachmittag stattfindet.
Unsere niederländischen Modellbaufreunde ließen über whatsapp verlauten, dass sie auch gerne dabei gewesen wären.
Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Wir hoffen auf weniger anstrengende Zeiten, die es zu lässt, dass wir uns ALLE wiedersehen.

Einzigartigen Besuch hatte sich für dieses Wochenende angekündigt. Ein Novum in unserer Vereinsgeschichte. Immerhin gibt es die RAG schon 18 Jahre. Tim Steinmetz, unser Kreisvorsitzender der Kreisgruppe Celle, wollte gerne mit uns das Wochenende verbringen. Natürlich, warum nicht. So konnte er uns in unser natürlichen Umgebung und sehr speziellen Tätigungsfeld besser kennenlernen und wir ihn. Wir hatten ihn mal für uns alleine und die Gelegenheit offene Worte zu sprechen.

Vor 2 Jahren wurde Tim zum Vorsitzenden der Kreisgruppe Celle gewählt. Er hatte es sich zur Aufgabe gemacht alle RKen / RAGen zu besuchen und die Mitglieder kennenzulernen. Herzensangelegenheit. Denke alle 850+ schafft er nicht, aber einen großen Teil.
Eine großartige Idee von ihm. Im letzten Jahr hat ein Besuch aus zeitlichen Gründen nicht geklappt und dieses Jahr kam uns eine Pandemie dazwischen.

Nun ist es bei uns so, wir sind alle gleich. Ob Mann oder Frau, ob Vorsitzender / Mandatsträger oder Mitglied, ob Fördermitglied oder Dienstgrad. „Promibonus“, "Papibonus" oder "Mädchenbonus" gibt es nicht. Alle packen mit an. Das war auch Tim´s Wunsch. Er wollte schuften, schwitzen und staubig werden. Kein Problem für uns.

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Sieht aus als ob er Spaß hatte. Wir hatte alle den Eindruck, dass er sich wohlgefühlt hat, die Tage über. Wir haben ihn so begrüßt, als sei er einer von uns. Es gab viel zu tun. Das Unkraut hatte schon 1,40 Meter Höhe erreicht. Wurde Zeit, dass man den Unkräutern zeigt, wo es nicht zu wachsen hat.
Alle packen mit an. Jeder so, wie er konnte. Leider habe ich kein vorher Bild. Aber Ihr könnt mir glauben, es war heftig.

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Erschöpft von der Hitze, chillten wir unter der Markise. Viele kleine Pausen am Trog. Für zusätzlichen Sonnenschutz haben wir ein Sonnensegel montiert. Es war einfach nicht zum Aushalten, trotz der vielen Eichen um unser Gebäude stehen.

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Zur Mittgaspause probierte ich was Neues aus. Hot Dogs für alle. Lecker, unkompliziert und auch an heißen Tag gut zu essen.

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Zwar war´s im RAG Heim selbst kühler, jedoch wollte ich den Snack draußen servieren. Bin mir sicher, das noch mal zu wiederholen.

Tim meinte, dass wir wohl die einzige RK / RAG in der Kreisgruppe seien, die so was auf die Beine gestellt hätten. Er erkannte auch die Arbeit, die wir bereits reingesteckt haben und wie stark die RK Örtzetal / RAG MMB zusammenhält, um dies zu realisieren. Auch wie viel privates Engagement dahinter steckt, das am Laufen zu halten. Und obwohl wir bundesweit verstreut sind, alle Mitglieder motiviert sind lange Anfahrtswege auf sich zu nehmen. Teilweise von 4 Stunden und mehr, wie unser Wikinger aus Schweden. Lob und Anerkennung.
Christian, Vorsitzender der RAG, konnte es treffender nicht sagen: „Wir sind kein Verein. Wir sind sowas wie eine Familie.“
Dass wir eine besondere Gemeinschaft haben, konnte Tim bestimmt merken.

Vor allem die Lage des RAG-Heims in der alten Kaserne, wo man im Grunde machen kann, was man will, ohne jemanden zu stören, gefiel Tim. Ich glaube der Funke ist übergesprungen. Auch die Nachbarschaft mit dem Munga-Club, die mit ihrer "Buckelpiste" Offroad-Erlebnisse bietet und unser liebster Nachbar Knut mit seiner Hobbyhöhle nebenan, der uns gerne behilflich ist.

An der Stimmung konnte man merken, dass es gut tat uns wieder treffen zu dürfen. Whatsapp, E-Mail und Telefon können den physischen Kontakt einfach nicht ersetzen.
Das griechische Restaurant in der Nähe war am Abend unser Ziel. Bei höchster Waldbrandstufe den Grill an zu schmeißen … nee laß mal lieber.
Vorher eine Dusche und frische Klamotten. Eine Wohltat. Das der Abend bei tropischen Temperaturen gemütlich endete, brauch ich glaub ich nicht zu erwähnen.

Sonntag, Aktionstag:

Eines stand heute ganz oben auf unserer Liste. Spaß. Gestern hatten wir schon genug gearbeitet. Die UHG der Hindenburg Kaserne, wo wir sonst in großer Runde frühstücken, hat seit einiger Zeit am Wochenende geschlossen und der Zutritt für Zivilisten ist untersagt. Pandemie halt. Kein Bäcker in Munster mit Frühstücksangebot an einem Sonntag. Also Plan B. Frühstück im RAG Heim. Praktischer, denn so bleibt mehr Zeit für die Geländefahrt.

Gestärkt mit Rührei, Speck, Brötchen und Kaffee ging es direkt nebenan ins Gelände. Mit schnellen Handgriffen wurden die Spuren des Frühstücks verräumt. Marvin und Tim übernahmen den Abwasch. Ich erledigte den Rest. Viele Hände, schnelles Ende.

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Es wurde viel geredet und gefachsimpelt.
Der Pflegefall des Wochenendes hatte Gott sei Dank einen Sani zur Seite, der behutsam nach den "Beschwerden" guckte.

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Achim führte Tim die Zugkraft der Seilwinde eines Zettelmeyers vor. Tim war beeindruckt. Damit hat er schon den 3er Golf seiner Tochter von der Hofeinfahrt gezogen. Dabei hat er das Räumschild in die Rinne des Bürgersteiges gekeilt und los ging´s.

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Klar, dass wir ihn ohne eigene Probefahrt nicht so einfach vom Hof lassen konnten. Achim gab eine kleine Einweisung und drückte ihm die Funke in die Hand.

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Verkrampft oder hochkonzentriert?

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Der positiv verrückteste unter uns, ist er hier. Christoffer. Angereist aus Schweden, um seinen Jagdtiger fahren zu lassen.

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Die andere tobten sich aus. Endlich wieder Staub auf den Modellen.

Wir bedankten uns bei Tim für sein Kommen. Von uns aus kann er jeder Zeit wiederkommen. Er ließ uns noch eine „Kleinigkeit“ da. Das Wappen der Kreisgruppe.

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Sehr schick. Die Befürchtung, dass wir es in einer Schublade verschwinden lassen würden, konnten wir ihm nehmen.
Das Wappen haben wir am Sonntagabend noch auf gehängt.

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Neben dem Bild von unseren Freunden aus den Niederlanden und dem Regimentswappen von Graham. Einem Gastfahrer aus Australien.

Am späten Nachmittag verabschiedeten wir uns alle. Manfred fragte direkt nach dem nächsten Termin, an dem wir uns treffen würden.
Sucht oder Sehnsucht? Wir haben dazu den 20. September ins Auge gefasst.

Fazit:
Ein gelungenes Wochenende mit alten Freunden und Gästen, trotz der Pandemie. Zur Zeit leben wir alle in der Lage. Zum Leben gehört auch das Hobby, der Austausch und Kontakt zu und mit anderen. Sicherlich bedarf es eine gewisse Vorbereitung, Achtsamkeit und Vorsicht, jedoch ist es machbar. Das Vertrauen in die Mitglieder, die sich an die Bestimmungen halten, darf bei unter solchen Bedingungen nicht fehlen. Nur gemeinsam kann man was schaffen. Wir hatten es mit dem Wetter schon richtig gut getroffen, da wir uns sehr viel im Freien aufgehalten haben.
Hoffen wir auf schönes Wetter beim nächsten Treffen.

Danke an alle für ein unglaublich schönes Wochenende, für den Spaß und die tolle Stimmung.

Liebe Grüße
Tamara

Hier noch mal Bilder, die für sich selbst sprechen:

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mara
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Re: 1. Arbeitseinsatz / Aktionstag am RAG Heim

Beitrag von mara » Sonntag 16. August 2020, 13:38

Ups ...
Habe noch ein paar Bilder vom Fahrgelände gefunden.

Der Tag nach dem Wochenende ...

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Bepflanzung ist geplant. Einige Grünpflanzen vom Fahrgelände im Museum werden zum Herbst hin umgesiedelt. Bevor es mit dem Umbau des Museum los geht. Jetzt ist es zu heiß und zu trocken. Die ständige Bewässerung kann nicht gewährleistet werden.

Aber sind wir ehrlich ein Fahrgelände ist nie richtig fertig.

Macht Euch einen schönen Sonntag,
Tamara

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