RAG Militärmodellbau
und IG Militärmodellbau

Die RAG Militärmodellbau auf der
Intermodellbau Dortmund 2011



RAG Mitglieder

Da lag sie nun, die LKW-Ladung Humus. Eingegrenzt in einem Areal, abgesteckt durch Absperrgitter, wie sie auf Baustellen oder bei großen Menschansammlungen eingesetzt werden.

Erdhügel

Manfred war schon da. Er ist immer der erste auf dem Stand, so auch heute wieder.
Nach unserer Nachtfahrt hatten wir ein Cafe in Dortmunds Innenstadt aufgesucht und erst mal gut gefrühstückt.

Jetzt hieß es, Schaufel und Rechen raus, los geht's! Daniel nahm die Sache in die Hand und gab Anweisungen. Der Humus sollte verteilt werden, ein Fahrgelände entstehen. Mit vereinten Kräften ging es an die Arbeit. Jetzt verstand ich, warum in den Mails von "Schaufel mitbringen" die Rede war. Mehr Schaufeln ließen mehrere Leute arbeiten. Der Haufen Humus wurde schnell niedriger, schnell flacher und breiter. Da sollte die Brücke hin, Tal-Einschnitt geformt, Brückenpfeiler stehen lassen. Die Phantasie malte schon aus, wie die Kettenfahrzeuge diese Passage meistern würden.

Modelle wurden ausgeladen, die großen Kisten mit den ganz großen Modellen brauchten jeden Mann, um aus den Combi-Fahrzeugen gehievt zu werden. Da ging es doch bei den 1:16-ern relativ gemütlich zu.

Modell Ausladung

Vergessen war die Suche nach der Halle. Ein Security-Mann meinte, "Fahren Sie doch einfach rein, direkt durch bis zu ihrem "Stand". Gesagt, getan! Ohne großes Überlegen durch die Stände-Gassen, einmal längs durch die Halle (ein ganz neues Fahrgefühl).

Da waren sie, die Absperrgitter. Hier ist unser Stand. Schnell alles ausgeladen, und - das Fahrzeug mittels Aufzug direkt in die Tiefgarage unter den Hallen. Na, der Service kann sich aber sehen lassen. Dortmund eben.
Ja, weiter schaufeln. Weitere RAG-ler kamen hinzu, sie packten gleich ihre Schaufeln aus, weiter ging´s. Ganz schön eingespielt, denkt man hier so als "Messe-Neuer".

Und dann war da noch daneben ein kleinerer Haufen Humus. Der sollte für den Kinder-Panzer ein extra Terrain bilden. Aber nicht an dieser Stelle, der sollte an die andere Ecke der Absperrung. Also wieder die Schaufel packen, losschippen, einen Wurf weit abladen. Dort erneut aufnehmen, werfen, abladen. Geschafft! Schnell noch ein Fahrgelände für den MTW modelliert - fertig war auch das Fahrgelände für unseren Kinder-Panzer.

Kinderpanzer Gelände

Was mit vereinten Kräften so alles geleistet werden kann - man staunt selbst. Mittlerweile kommen weitere RAG-ler angereist, stellen ihre Modelle auf die dafür vorgesehenen Tische und staunen über das Gelände.

Tische mit Modellen

Unser "Vereins-Gärtner" (sie nannten ihn "Bana") ging nun an die Arbeit und legte los. Buschwerk entstand, Begrünung wuchs, unser Gelände nahm plötzlich eine andere Gestalt an. Wir alle staunten - Bana ging völlig auf in seiner neuen Tätigkeit. Aber es lohnte, unser Gelände konnte sich sehen lassen.

Rund um uns wuchsen Stände auf, waren dann mit Waren gefüllt. Panzer, andere RC- und nicht-RC-Fahrzeuge wurden feil geboten. Und natürlich die Eisenbahner; streckenweis kam man auf die Idee, man sei auf einer Eisenbahner-Messe.

Erste Fahrzeuge huschten über unser Gelände, Akku´s wurden geladen, Fehler abgestellt. Es ging langsam los.
Erstmal eine Vesperpause eingelegt. Die "OPZ" eingerichtet: Weitere Ladestationen, die Funkanlage (der Messe) für die Moderationen unserer Vorführungen wurde gecheckt. Plätze einrichten und - richtig: die Kaffeemaschine, die Herdplatte für Würstchen-Wasser, an alles war gedacht. Und weitere Akku-Ladestationen. Die OperationsZentrale war fertig eingerichtet.

Weiter gings. Bana fing an, Kresse auszustreuen und zu säen. Gleich die Gießkanne gefüllt, eine Ladung, noch ne Ladung und noch eine. Wir stellten uns schon richtig vor, wie grün das Ganze dann sein würde. Wetten wurden angeboten: Wirds was, wirds nix, Samstag sei es soweit, Sonntag, oder gar bereits Freitag?

Kressewuchs am Freitag Morgen

Am Freitag war es soweit.


Ein lustiges Treiben entwickelte sich. Schon war der Tag auch gelaufen. Schnell noch ne Gieskanne Wasser auf die Kresse. Rein ins Auto, Dortmund - Aplerbeck hieß der Stadtteil, an der Tankstelle rechts, an der Tanke links und wieder an der Tanke halb-links: Hin- und Rückfahrt entwickelte sich zur "Tour-de-Tanke".
Die alten "Dortmund-Fahrer" kannten das Hotel, kannten den Wirt, alles Bestens, wir waren also endgültig in Dortmund angekommen.

Am nächsten Morgen gings früh raus, zum Mess-Beginn war "Betriebsbereitschaft herzustellen". Modelle klarmachen, Modelle aufstellen. Die Gieskanne Wasser aufs Gelände. So ganz allmählich kam Stimmung auf. Gleich geht es los. Die ersten Gäste zogen bereits durch die Hallen. "Fahren die auch?" waren erste Fragen, "Ja, ab 10.00 Uhr geht's los" schlug es entgegen.

Und dann zog der Zeiger auf den Punkt: "Ich begrüße Sie sehr herzlich auf dem Stand der RAG....." - jetzt ging es endgültig los. Die ersten Panzer rollten los, erklommen das Gelände und tobten sich dort aus. Unser Moderator erklärte, die Panzer führten aus. 1:16 eröffnete den Reigen.

1:16 Modelle
VideoClip

Nach kurzer Zeit tauchte der erste Leo in 1:10 auf. Und nach einigen Minuten auf der Bahn fuhren dann die "Großen" (wie wir sie liebevoll nannten) ins Gelände.
Jetzt war die Messe endgültig angelaufen. Die Männer in den Schwarzen Overalls präsentierten (nicht ohne Stolz) ihre "Funktionsmodelle": Bergauf, bergab, scheinbar nichts konnte sie aufhalten. Und zu guter Letzt die Ankündigung, daß nach einem "freien Fahren" der Panzerführerschein für Kinder gemacht werden konnte. Der MTW ratterte los, große Kinderaugen verfolgten den mächtigen Panzer. Gleich werde ich dran sein, mag wohl in den Köpfchen vorgegangen sein.

RAG KinderpanzerVideoClip

Danach kurz Ruhe. Eine kleine Werkstatt war dieses Mal mit dabei. Leo´s wurden bearbeitet, Ketten-Teile zusammengefügt: Endverbinder, Kettenstab, Lauffläche, Mittelführungssteg, zweite Lauffläche, zweiter Endverbinder, ein Kettenglied war fertig. Richtig, sechs Teile wurden gezählt. Und das Ganze nun 80 - 86 Mal für die linke Kette, das Selbe für die rechte Kette. Ob wir das wohl bis zum Messe-Ende schaffen könnten?

RAG Werkstatt

12.00 Uhr - die nächste Vorstellung beginnt. Die "Kleinen" in 1:16 fuhren wieder los. Man meinte grad, sie kannten nun schon einige Stellen im Gelände die ihnen besonders imponierten. Und wieder fuhr der Leo in 1:10 los. Sein Motorengeräusch wurde bald von den 1:8-ern überdeckt: Jetzt waren wieder Alle auf dem Trial. Zuschauer waren es auch schon mehr als bei der ersten Fahrt um 10.0 Uhr. Danach wieder Kinderpanzer und - Pause!

Schön anzusehen war, wie sich alle um den Stand des Kinderpanzers kümmerten. Selbst Bana, bekannt für seine besondere Einstellung, führte oft die Kinderfahrschule durch. Akku´s laden, Führerscheine ausstellen, wieder einweisen - der nächste.

Andreas S. und Andreas M. konnten ein Lied davon singen. Sie waren die "Haupt-Fahrlehrer" des F2-KiPa. Und als dann der Haupt-MTW (ein 1:7-Modell in der Ausführung "Mörserträger") nur noch ratterte und nicht mehr vor und nur schwer zurück wollte, war die Diagnose schnell gestellt. Flugs funktionierte "Mecki" seine Sackkarre zur Werkbank um und los ging es. Schnell die Ersatzteile aus der OPZ geholt. Antriebszahnkranz gewechselt - Probefahrt - fertig! Weiter ging es. So kamen fast alle beteiligten RAG-ler mal in den Genuss, "Fahrlehrer" sein zu "dürfen".

Kettenantriebsrad Kinderpanzer

Reparatur Kinderpanzer


Der ein oder andere konnte nun mal einen kleinen Ausflug an die Stände der näheren Umgebung machen, interessierte doch, was genau dort geboten war.
Ralf hatte den Stand der RAG besetzt gehalten, Videos vorgeführt und CD´s "an den Mann" gebracht. Sein Info-Material war gerne aufgenommen von den Messebesuchern.

RAg Info Stand

Die Uhr sprang auf 14.00 Uhr, die Motoren liefen an, das Ganze wirkte jetzt schon wie Routine, aber dennoch nicht langweilig. Es hatte immer wieder seinen Reiz. Die Panzer fuhren jetzt munter drauf los, wollten einige andere Strecken ausloten, austesten. Sehr zum Gefallen der Zuschauer. Denn die Fahrbewegungen sahen schon richtig professionell aus, so könnte es "in Echt" gewesen sein, so könnte es ausgesehen haben.

Eine kleine Vorführung wurde aufgebaut: Ein MAN-5-Tonner (so nannte man die damals) fuhr vor, eine kleine Kabine (kleiner Container) auf der Ladefläche verzurrt. Thomas ging mit seinem "Büffel" in Stellung. Der Bergepanzer auf Basis des Leopard 2 fuhr den Hebearm aus, fuhr ihn hoch und ließ den Haken herunter. Einhängen mußte Thomas allerdings "von Hand". Andreas fuhr seinen "5-Tonner" drunter weg und stellte ihn nach einer kleinen Runde wieder neben den Büffel. Thomas drehte den Hebearm und setzt die Kabine wieder auf die Pritsche. Klasse sah das aus.

Beladung

Alf verwaltete weiter seinen Stand, brachte CD´s in die Menge. Unsere kleine Werkstatt beantwortete Fragen über Fragen. So eine richtig kleine Info-Station. "Schießen die auch?" war häufig die Frage. Leichte Enttäusch bei manchen, wenn auf den Funktions-Modellbau" verwiesen wurde. Knall und Rauch würde zwar dargestellt, aber seien wir doch froh, dass nicht geschossen werde.

An der Seite hatte sich Wolfgang mit seinen 1:35-Modellen breitgemacht. In drei bis vier Reihen nebeneinander, zwei-drei Tische lang stellte er seine Militär-Züge aus. Da waren Panzer geladen (der Tiger1 auf dem ersten Waggon war voll RC-Fähig). Und Panzer-Züge (gepanzerte Züge, waren sein Steckpferd). Jeder zweite Waggon, bzw Panzer-Zug, war selbst fahrend (quasi die Lok unter dem Panzer).
Darauf war er besonders Stolz. Seine Bildserie "Keller in 1:35 incl Schiff im Maßstab beeindruckte dann auch Publikum wie Teilnehmer. Und alles kann er vom Keller aus im Garten fahren lassen. Sehr interessante Sonder-Wagen waren zu bestaunen. Und alles konnte er belegen mit originalen Bildern.

Panzerzug

Was war das? Ein neuer Kampfwagen rollte auf den Stand. Da stand er nun: Leibhaftig und in voller Größe: Königstiger oder Tiger II im Maßstab 1:5.

Tiger II

Danach hatten viele Besucher an der Werkstatt gefragt "Da kam doch bei D-Max was im Fernsehen, da baut einer was...."
Überhaupt sprachen viele Besucher von der D-Max-Geschichte "..hab Euch im Fernsehen gesehen...." Usw. "Wart ihr auch in Bremen? Ja, ihr wart doch in Bremen...." Und so weiter

16.00 Uhr, letzte Vorführung heute. Motoren an, die Maschinerie rollte. Noch kurz einige Tätigkeiten rund ums Gelände, rund um die Modelle. Bana und Thomas mühten sich an der Panzerhaubitze 2000. Sie mochte einfach nicht laufen, einfach nicht mitmachen.

Panzerhaubitze 2000

Zum Abschluß dann auch die Nummer mit dem Panzer in 1:5.

Wieder die Tour-de-Tanke. Wieder im Hotel. Die Tour retour, Karte zwicken lassen, drin in der Messe. Vorbereitende Arbeiten, Gießkanne, das volle Programm. Wieder ging´s los. Wieder weitere RAG-ler. Und dadurch natürlich auch wieder Neue, mehr Fahrzeuge. Viele 1:16-er zogen aufs Feld, fast verdoppelt in der Anzahl, schön anzusehen. Die 1:10er bekamen Zuwachs durch einen Marder.

Marder

Und die 1:8-er erhielten großen Zuwachs. Leo2 A4, Leo2A6 (mit sehr eindrucksvoller Abgasfahne, bestehend aus Kohlestaub) hießen sie. Leo1A2, Gepard, MARS - die Palette dürfte wohl jetzt vollständig sein.
Schöne Bewegungen des Leo1A2, so als würde er in der Heide Aufklärung fahren. Die Turmbewegungen, Kanone zeigt ins Zielgebiet, Schnell, langsam, ganz wie damals in der Heide. Der Gepard zeigt sein Gesicht, Radar vorne, Radar hinten, schnell erklärt vom Moderator, gleichzeitig ausgeführt vom Pz-Kommandanten.
Schnelle Schwenkungen des Turmes, hoch-runter der Kanonen; das war schon ein beeindruckendes Fahrzeug. Dann den Turm abgesetzt, auf einer "Rund-Ablage" aufgestellt und vorgezeigt "in Funktion".
Was wundert es, dass andere Nationen diese Technik nachbauen und in ihren Streitkräften zur Einführung bringen.

RAG Modelle 1:8
VideoClip

Ein Fennek zog des Weges. Ein kleines aber feines, schnuckeliges Aufklärungsfahrzeug, wurde angesagt. Und er bewegte sich auch richtig klasse im Gelände. Doch was war das? Es hörte sich an als seien die Truppen von "Rotland" in Munster-Nord Richtung Süden angetreten um "Blauland" empfindlich in der Flanke zu treffen. Die ganze Heide röhrt laut, eine große Panzerschlacht stand bevor.
Entwarnung: Nur ein Fennek, ganz und gar Art-Fremd, mit lautem Getöse. Da war wohl etwas mit dem Sound nicht ganz in Ordnung. Schade eigentlich, dachten sich wohl Zuschauer wie Rag-ler. Aber später, als der Fahrer wechselte, konnte man den Fennek schön original und sehr leise über die Bahn pirschen sehn und - ja, nicht hören! Ganz der Aufklärer eben.

Fennek

Und dann war es soweit: Majestätisch setzte sich die Panzerhaubitze in Szene, erklomm die Höhe zur Brücke. Auf der Brücke dann Stellung im Feuerkampf, Gigantisch das lange Rohr, wie es in Höhe oder im Seiten-Schwenk im Gegenlicht erstrahlte. Einfach schön!.

Panzerhaubitze 2000

Im Zwei-Stunden-Rhythmus rollte Vorführung um Vorführung. Schnell war der Tag wieder zu Ende. "Liebe Besucher, in 10 Minuten........" lautet wieder die Durchsage. Und kurz darauf "liebe Aussteller....." schloß wieder ein Messetag.

Internationale Messe wohl auch deshalb, weil wir dann in Dortmund-Aplerbeck den Tag mit einem Besuch "beim Griechen" ausklingen ließen. Anderntags war dann "Italiener" angesagt, ja "der Chinese" stand sogar auf dem Programm - International eben. Und dann wieder "Grieche", ehe wir am letzten Abend bei unserem Hotel-Wirt zum Abschluss einsaßen und seine Kochkünste bewundern und genießen konnten. Allesamt gute Auswahl, die Lokale. Kenner eben, die hier die Organisation führten. Nur dürfte wohl an einem Anis-Getränk etwas "Verdorbenes" dran gewesen sein. So kam es, dass andern Tags einige wenige unserer Crew das Wort "Uzo" nicht mehr hören konnten, bzw Anis nicht mehr riechen mochten.

"International" war die Messe auch, weil wohl ob der Nähe zum Heimatland.
Sehr viele Niederländer, Belgier und Franzosen, als Aussteller wie als Zuschauer, waren auf der Messe vertreten. So stand bei einem Aussteller aus Paris ein Tiger1 in der Vitrine, der dann zum Hingucker schlechthin mutierte. Edelste Metalle lachten da aus dem Glaskasten. Messing glänzend wie Gold, hochpoliertes Alu oder gar wertvollere Metalle. Und Technik bei Getriebe und Details, dass einem das Wasser im Munde zusammen lief.
Überhaupt konnten an anderen Ständen gute Vergleiche gezogen werden. Bau-Maschinen in 1:16 und hauptsächlich 1:8 in Aktion. Und immer wieder Eisenbahnen. Detail-Verliebtheiten waren zu bestaunen und immer wieder Verkaufsstände. Nur schade, dass das eigene Portemonnaie so flach bestückt war.

"Ah, die vom Panzergelände sind unterwegs" wurden wir von manchem Aussteller begrüßt. Gerne gab man sein Bestes, den Leuten in den schwarzen Overalls durch gute Bedienung möglichst Wünsche zu erfüllen. War das doch die beste Werbung, wenn "Praktiker" am Stand einkaufen.
So bot ein Aussteller kleine Kameras. Und warb auch noch mit einer dieser kleinen Wunderwerke auf - na wo wohl - richtig! Auf einem Panzer (und fuhr dabei in den Gemüsegarten seiner Frau). Nachfolgend konnte man beobachten, wie sich RAG-ler reihenweise auf den Weg zu besagtem Stand zeigen und beschreiben ließen. Und prompt fuhr bei der nächsten Vorführung der Leo2A4 mit Kamera vor der E-Mess-Einheit rum. Mit Abdeck-Material, Kaugummi gleich, befestigt, zeigte er passable Bilder von seiner Fahrt über unser Gelände. Anschließend im Laptop betrachtet, machten sich gleich wieder einige RAG-ler auf den Weg zum Stand.

Wieder Vorführung. Was war denn das? Eine Frau fährt den Leo2A4. Steht da, als hätte sie noch nie was anderes gemacht. Im schwarzen Overall. Gleichberechtigung also auch bei der RAG nicht nur in Rede, sondern bereits praktiziert. Gerne hätte sie auch öfter fahren dürfen.



Wieder Vorführung. Eine "Franziska" oder "Elefant", so die BW-Bezeichnung, fuhren jetzt mit. Wieder schnell eine Vorführung kreiert: Tieflader beim Verladen eines Leo1A4. Jedoch hatte Michael´s Leo so viel "Metall an Bord", daß die Franziska die Auffahr-Rampen nicht mehr hochklappen konnte. Also ein leichterer Leo ran: Hochfahren - klappt! Klappen hoch, Gelb-Rundum-Leuchte an, los ging´s. Fuchs voraus, Leo1a4 hinterher, Sichernd zur Seite und nach hinten. Einmal ums Gelände rum, hinten wieder abladen. Fertig! Für Zuschauer wie für alle Beteiligten eine ganz schöne und runde Sache.

LeopardVideoClip

Nächste Vorführung, nächster Termin für die Elefanten-Nummer. Der Leo macht sich gerade auf, den Tieflader zu befahren, da pirscht sich schnell ein Stug III heran und fährt auf den Anhänger, nicht ohne davor zwei-drei Male neben der Rampe zu landen.

Und an der Werkstatt gingen die Fragen weiter "Schießen die........." Standard-Antwort. Fragen nach Tamiya, Heng Long, Asia-Tam, Torro, AFV, Sacle, ElMod, ServoNaut, Benedini; alles was die Szene zu bieten hatte. Um alles und über alles wurde gesprochen. Web-Adressen aufgeschrieben von den Fragern. Zufrieden machten sich dann die aller meisten Leute davon.
Nur zum Arbeiten kamen WIR nicht sonderlich. Viele User aus verschiedenen Foren gaben sich zu erkennen. Rundum eine gelungene Sache, diese kleine Werkstatt. Gerne wurden Blicke "in die Panzer-Modelle" geworfen. Und natürlich "..den hab ich selbst gefahren...." durfte nicht fehlen. Dicke Schoten wurden hier aufgetragen (auch mal "ne Lebensgeschichte in zehn Minuten", aber auch ganz banale Dinge wurden erzählt. Und dann kam wieder Wolfgang (der mit den Zügen in 1:35), "das mach ich alles mit dea Laubseegä und mit n Bohamaschin, ich brauch die Werchezeuge all gar nit".

Durch häufiges Fahren entwickelte sich die Spur links am Gelände lang zu einer richtigen Panzer-Piste wie damals in Munster-Nord, oder Bergen-Hohne. Mit den 1:16-ern machte es einfach riesigen Spaß, diese Buckel-Pisten zu nehmen. Die 1:10-er und 8-er waren, den Gesichtern nach zu urteilen, auch ganz schön bei der Sache, der Spaß-Faktor kam auch dort nicht zu kurz.
So ging es weiter: 10 Uhr, 12 Uhr 14 Uhr und: letzte Vorführung 16 Uhr! Zeitweise waren die Absperrgitter richtig voll mit Menschen-Trauben. Viele Zuschauer wollten sich das nicht entgehen lassen. Nach der "Last Tour" wütet der Berge-Panzer: Er zeigt noch mal, was sein Räumschild zu leisten vermag und schiebt einige Grünflächen einfach weg. Die Leistung des Büffels (wie auch die des Fahrers) war beeindruckend. Schob er tatsächlich einiges "vor sich her".

Büffel
VideoClip

Auch wurde jetzt klar, warum gerade heute, Sonntag, Brötchen in der OPZ vorzufinden waren. Mit Butter bestrichen bilden sie eine gute Grundlage für unser Gelände-Grün: "Gärtnermeister" Bana stand auf seinem/auf unserem Gelände und pflückte Kresse. Schöne feste Kresse, flugs die Brötchen damit belegt: Schmeckt lecker, wie Gesichter zum Ausdruck brachten, welche ein Kresse-Brötchen ergattern konnten.

Kressebrötchen

Und so ging die Messe, schnell wie sie gekommen war, auch wieder zu Ende. Mir als Messe-Neuling ging alles viel zu schnell. Auf der Autobahn passierten dann noch viele Eindrücke Revue vor dem geistigen Auge. Und dass "Dortmund 2011" nicht meine letzte Messe sein würde, war dann auch schnell klar.


Und hier gibt es noch ein Fotoalbum:



Herbert

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