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Baubericht T-122 Haubitze auf Fahrgestell T-34

T-122

Hallo miteinander,

hier möchte ich euch die Entstehung der ägyptischen 122 mm Haubitze auf T-34 Fahrgestell vorstellen. Basis für diesen Umbau bildet der T-34/85 der Fa. WSN und als „Urmodell“ der 1/35’er Bausatz der Fa. Maquette. Bevor es mit dem eigentlichen Umbau losging, mussten die Skizzen für die Turmwände und anderen Details gezeichnet werden. Für den Turmumbau verwendete ich überwiegend 2 mm Polyplatten.

Die ersten Arbeiten betrafen das Turmunterteil. Hier wurden die Turmwände im hinteren Bereich des Turmunterteils, bis auf den Boden abgefräst (Bild 1). 

T-122

Nun konnte die Bodenplatte am Turmunterteil ausgerichtet und angeklebt werden .

T-122

In den nächsten Schritten wurden die Turmseitenteile beginnend mit der Heckplatte zusammen geklebt. Der Verlauf des Turmbaues erfolgte von hinten nach vorne, siehe Bilder 3+4. 

Bild  3 Bild 4

Je weiter die Turmseitenwände nach vorne wanderten, desto mehr wurde vom Turmoberteil entfernt. Der Bau und die Montage des Turmdaches, der hinteren Staukästen und Luken sind hiervon noch ausgeschlossen. Zu ihnen kommen wir später.

Im nächsten Bauabschnitt geht es darum den vorderen Bereich des Turmes zu erstellen. Zur Aufnahme der vorderen Turmseitenteile wurden das Turmoberteil links und rechts mit zwei Schlitzen versehen. Dies hat den Vorteil, dass die Turmseitenteile einfacher zu fertigen sind, eine größere Klebefläche mit dem Turmoberteil entsteht und so noch Höhendifferenzen zu den hinteren Turmwänden korrigiert werden können (Bilder 5+6).

Bild  5 Bild 6

Nachdem die vorderen Turmseitenteile verbaut sind geht es mit der Schließung der Lücken weiter (Bilder 7+8). 

Bild 7 Bild 8

Hier gilt es die Aussparungen für die seitlichen Turmluken zu berücksichtigen. Damit später die Turmluken beweglich ausgeführt werden können. Für die Formgebung des Turmkinns habe ich PA-Rohrstücke mit Holzfüllung verwendet. Diese hatte ich gerade zur Hand. Wie auf den Bildern 9+10 zu sehen, ist eine Aussparung an der Oberkante des Turmkinns ausgefräst. 

Bild 9 Bild 10

Die Aussparung ist nötig um ausreichend Weg für die Höhenrichtung der Kanone zu erhalten. Die Verbindung des Turmkinns an den Seitenteilen erfolgte mit Senkkopfschrauben. Jetzt geht es daran die vorstehende Unterkante des Turmes mit Polyplatten auszufüllen (Bild 11). Dadurch wurde der Turmboden nun verschlossen.


Im weiteren Bauabschnitt wird das Kanonenrohr mit Mündungsbremse und das dazugehörige Rohrlager gefertigt. Das Kanonenrohr und die Mündungsbremse wurden aus Aluminium auf der Drehbank hergestellt. Die Aufnahme des Kanonenrohres entstand ebenfalls aus einen Stück Polyamid. Die Fräsarbeiten beschränkten sich darauf einen winkligen Klotz zu formen.  Zur Aufnahme des Kanonenrohres wurde das Rohrlager mittig durchgebohrt. Jetzt kann das Kanonenrohr in das Rohrlager eingeschoben und fixiert werden. Danach erfolgte die Ausrichtung der waagerechten Lage der Kanone im Turm, um das Rohrlager in der vorhandenen Aufnahme des T-34 Turmes zu lagern. Nachdem die Position des Rohrlagers ermittelt war, wurden links und rechts zwei Gewindebohrungen angebracht und fertig ist die Kanonenlagerung (Bild 12).


Als nächstes sollte die Hebe-Senkeinheit von Tamiya verbaut werden. Für die Auflagefläche nahm ich mehrere Lagen Polystücke. Nun konnte die beste Position der Hebe-Senkeinheit ermittelt und die Auflagefläche am Turmboden angeklebt werden. Die Hebe-Senkeinheit wird wie von Tamiya vorgesehen an der Auflagefläche angeschraubt (Bilder 13+14).

Bild 13 Bild 14

Anschließend habe ich ein Blech mit Ausgleichsgewicht zur Verlängerung in den Kampfraum an das Rohrlager geschraubt. Die Anlenkung der Kanone erfolgt ebenfalls so wie bei den Tamiyamodellen über einen Hebelarm, siehe Bild 15. 


Nun begann die Ausgestaltung der hinteren Staukästen, das Anbringen der seitlichen Luken, das Einsetzen des Turmdaches und der Einbau der Turmluken Für die Beweglichkeit der Turmluken sorgen kleine Scharniere der Größe 9x4 mm. Um optisch dem Original zu entsprechen wurden die Scharniere beidseitig gekürzt und mit M1 Sechskantschrauben verschraubt. Damit sich die Verschraubung nicht löst, gab ich ein paar Tropfen Sekundenkleber auf die M1-Mutter (Bilder 16 bis 17).

Bild 16 Bild 17

Im nächsten Bauabschnitt fertigte ich den Rohrverholer oberhalb der Kanone. Der Rohrverholer entstand aus Polyplatten und einem Stück PA-Rundmaterial. Aus einem Reststück einer Tigerkanone entstand das Rohrstück mit den zwei oben angeklebten Haltestegen des Rohrverholers. Nachdem beide Teile verklebt waren konnte der Rohrverholer auf das Kanonenrohr geschoben und fixiert werden. Für die Befestigung des Wetterschutzes wurde ein Rahmen auf den Rohrverholer verklebt. (Bild 18)

In Bild 19 ist der fertige Einbau des Wetterschutzes abgebildet.

Für den Wetterschutz verwendete ich ein ausrangiertes Taschentuch. Dieses wurde mit Hilfe der Leisten und des besagten Rahmen am Turm angeklebt. Zusätzlich versah ich den Rahmen wieder mit M1-Sechskantschrauben.

Im letzten Bauabschnitt werden die Handgriffe, Haken, seitliches Beladungsblech, Antenne, Dachlüfter und der zusätzlicher Staukasten gebaut und verklebt. Die Handgriffe und Haken entstammen dem WSN-Modell. Sie können ohne weitere Bearbeitung verwendet werden. Für das seitliche Beladungsblech verwendete ich Riffelblech. Es kommt dem Originalblech optisch recht nahe (Bild 20).

Als nächstes entstand der zusätzliche Staukasten (Bild 21) aus 1 mm Poly.

Zum Schluss wurden die Öffnungen für die Optiken gebaut und an den entsprechenden Stellen des Turmes geklebt (Bild 22).

Anschließend wurden die Übergänge vom T-34 Originalturm zum Neubau mit Spachtelmasse ausgefüllt und eine Schweißstruktur nachgebildet. Die Schweißkontur bildete ich mit Hilfe eines kleinen Schraubendrehers nach.

Jetzt konnte der Turm mit der Oberwanne verbunden und die Shermankomponenten (Sound, Blitz, etc.) eingebaut werden. Anschließend erfolgten ausgiebige Fahrten im Testgelände.

Hier könnt Ihr das Modell bei einer Probefahrt sehen: 


Nun wünsche ich euch viel Spaß, wenn es heißt: From dream to reality.

Euer Daniel Schröder


 
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