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Mit dem Panzervirus infiziert wurde ich, als ich das Buch „Rad- und Kettenfahrzeuge“ in die Finger bekam.
Als erstes baute ich einen Jagdpanther,  der sehr viele Mängel am Fahrwerk besaß .
Die Bauzeit betrug etwa ein Jahr.
Als zweites baute ich nun einen M 163 Vulkan, bei dem ich die Fehler von Jagdpanther natürlich nicht mehr machte. Und auch mit den Fahreigenschaften zufrieden war.

Der Bau der Panzer fiel mir eigentlich sehr leicht, da ich Dreher gelernt habe und über 10 Jahre im Werkzeugbau einiges gelernt habe, was ich zur Herstellung eines Panzers benutzen konnte.

Nach den zwei Panzern begann ich mit dem Bau eines Bergeleos. Dieser Panzer hat mich schon in Jugendjahren fasziniert.


Die Wanne kantete ich aus 2mm Alublech, welches ich innen mit Hilfe von Aluwinkeln zusammenschraubte. Die Materialien habe ich alle aus verschiedenen Schlossereien aus der Umgebung. Alle Räder sind aus Vollaluminium gedreht, wobei es mir zugute kommt, dass ich eine Industriedrehmaschine zuhause habe .  Eine VDF V3.


Um Platz in der Wanne zu sparen, habe ich dem Leo Stossdämpfer außen verpasst. Hier kann man auch sehr schnell die Federn austauschen, um das Fahrwerk zu verändern.

Dann ging es los mit dem Räumschild. Dieses habe ich mehrmals gebaut, weil es mir nicht gefiel. Und ich Wert darauf gelegt habe, dass der Leo so nah wie nur möglich an das Original heran kommt.


Er soll sich mit dem Schild bei Arbeiten mit dem Kran ja auch richtig abstützen.  Nicht zu reden von den Räumarbeiten in Munster. Wozu er sehr viel Kraft braucht,  da er ja ca. 35 Kilo wiegt




Die Ketten habe ich von Conrad, mit denen ich zu der Zeit schon sehr gute Erfahrungen  gemacht habe.

An den Getrieben habe ich zwei Wochen gerechnet und gezeichnet. Alles hat man von der Lehre doch nicht mehr im Kopf. Und ich wollte sicher gehen, dass sie auch das können was, ich erwartete.  Zahnräder und Lager sind wieder von Conrad.

Bei den Getrieben wirken immer zwei Motoren ( 7oo BB von Graupner)  auf ein Getriebe. Die Übersetzung ist 29:1 . Was ein sehr hohes Drehmoment bewirkt. Kraft pur.

Hier können Sie die Kraftvolle Fahrt im Video sehen.

Nach dem Einbau der Getriebe erfolgte sofort die erste Fahrt. Ich fühlte mich wie ein kleiner Junge zu Weihnachten. Wo sich bestätigte, dass ich richtig gerechnet habe.  Und der Panzer auch genug Kraft hat.  Es fiel mir ein Stein vom Herzen.

Zufrieden machte ich mich an die obere Hälfte des Leos und an den Kran.

Heben und Drehen wird über Getriebemotoren und Gewindespindeln gesteuert.Lange habe ich mit dem Seil zu kämpfen gehabt und dem Haken.  Zur richtigen Funktion dauerte es ca. 1 Jahr. Wichtig ist, dass der Haken so schwer wie nur möglich ist.

Hier ist der Kran in Aktion zu sehen.

Ich habe in alle freien Ecken Blei gefüllt. Der Haken ist aus Stahl und die Rollen sind aus Messing . Das Seil ist Drachenschnur, welche am wenigsten vertüttelt Aber nun zieht sich der Haken richtig per Fernbedienug in die Horizontale um auf dem Heck abgelegt zu werden. 2 Kilo kann er heben. Das Original hebt 20 Tonnen.

Es erfolgte nun der Einbau der Elektronik und der Fahrtenregler. Zwei Hydro- 55 von Graupner. Als Energiespender dienen 4 Stück 6 Volt Bleiakkus. Diverse Lichtfunktionen hat er natürlich auch. Wobei mir Jürgen die Scheinwerfer gebaut hat.


Dann habe ich den Bergeleo 1 Jahr lang unlackiert Probe gefahren und noch einiges an Kleinteilen angebaut. Und einige Sachen noch verbessert.


Alle Schaufeln, Brecheisen, Sägen und Werkzeuge sind abnehmbar. Hierbei hat mir Jürgen sehr geholfen. Am Bolzenschneider habe ich einen Tag gesessen. Aber er ist voll funktionstüchtig. Das MG ist von AVF . Die Winde ist auch  funktionsfähig und besitzt ein 3 Meter langes Seil.


Nach der Messe 2004 in Hamburg ging es los mit der Demontage aller Anbauteile. Gründliche Reinigung erfolgte natürlich auch, denn er sollte endlich seine Farbe bekommen.


Für das Lackieren benötigte ich so etwa eine Woche. Farbe habe ich von Revell verwendet.  Lackiert wurde er natürlich mit Airbrush und nach Original Tarnschema .


2005 wurde der fertig lackierte Bergeleo 2A2 auf der Messe in Neumünster vorgeführt. Insgesamt betrug die Bauzeit 4 Jahre.




Angefangen habe ich nun einen Kanonenjagdpanzer im Maßstab 1:8.

Der wohl so ca. drei Jahre Bauzeit erfordert.

 

Gruß Dirk.R.


 
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