Neumünster Holstenhallen 2006

Die
Reservistenarbeitsgemeinschaft Militärmodellbau Celle/Munster
bei der Modellbau Schleswig Holstein in Neumünster,
Holstenhallen
Die
RAG Militärmodellbau hat ja nun wiederholt bei der Modellbaumesse
in Neumünster teilgenommen. Und immer war zu dieser Jahreszeit
– Anfang März – Schnee mit im
Spiel. Aber was der Himmel in diesem Jahr geliefert hat, habe ich
letztmalig im
Allgäu gesehen.

Das hatte natürlich einige Auswirkungen auf die
Anreise der Mitglieder. Trotzdem sind
alle zur rechten Zeit und unbeschadet am Veranstaltungsort angekommen (und auch
wieder zurück nach Hause).

Die meisten von uns trafen sich schon am Vortage, um
den Stand einzurichten und das Gelände zu modellieren. Leider hat der
Hausmeister der Holstenhallen seine Meinung noch immer nicht geändert, so daß
wir wieder nur Sand zu verarbeiten hatten. Dazu später mehr.

Wer uns bei Veranstaltungen besucht hat, weiß ja, daß
wir kein Diorama oder Display einrichten, sondern mit dem vorhandenen Material
eine Art Truppenübungsplatz anlegen, auf dem die Modelle so richtig durch den
Dreck gejagt werden. So auch diesmal.
Neben einigen kleinen Erhebungen wurde ein etwas
höherer Hügel angelegt; wie eine Showbühne. Hier wurden dann bei den
Vorführungen die Modelle einzeln gezeigt, bevor sie ihre Furchen zogen.
Die
Jungs und Mädels mit ihren 1:16er Modellen bauten eine schöne Brücke ein und am
anderen Ende des Geländes einen kleinen Kasernenhof mit Gebäuden und Zaun. Ein
Wachturm war diesmal auch aufgebaut. Ständig hielt ein Soldat Wache.

Zu beiden Schmalseiten des Areals hatten wir Tische
aufgestellt, auf denen die 1:16er Modelle und die Baustellen plaziert wurden.
Alex und Jenny hatten wieder zwei Tische brechend voll mit Modellen vom M 1:35
bis 1:16, die meisten davon RC-Modelle.

Auf der anderen Seite hatten wir einiges
Info-Material des Reservistenverbandes ausgelegt und unseren Monitor
aufgestellt, mit dem wir unsere Video-CDs abspielten.
Durch den Verkauf unserer CD konnten wir den Betrag
für die Kinderkrebshilfe inzwischen auf 429.- € erhöhen! Richtig toll.
Aber weiter mit den Modellen:
Die „dicken“ in den Maßstäben 1:10 und 1:8 wurden,
wenn nicht gerade eine Vorführung war, dekorativ im Gelände aufgestellt, so daß
die Besucher sie ansehen konnten.

Die Vorführungen verliefen nach unserem bekannten
Schema: In den Maßstäben von unten nach oben, wobei den Schlußpunkt immer unser
im neuen Kleid erschienener Tiger I im M 1:5 setzte.
Nach der ersten Vorführung waren alle Geländeformen
geschliffen und sahen aus wie ein richtiger Truppenübungsplatz: Kreuz und quer
Fahrspuren im Sand. Der Sand gab uns allerdings auch wieder einige Probleme
auf. Diese Erfahrung hatten wir ja schon im letzten Jahr gemacht. Die Laufwerke
setzten sich schnell zu, so daß man wirklich angepaßt fahren mußte. Das machte
insbesondere den kleinen Wieseln im M 1:8 zu schaffen. Aber auch die anderen
mußten ihre Laufwerke gelegentlich in Geradeausfahrt frei fahren. Für die
Modelle im M 1:35 und 1:16 war es natürlich noch schwieriger. Aber alles war zu
schaffen.

Am zweiten Tag war der Sand schon etwas angetrocknet,
was bei den Radfahrzeugen bewirkte, daß sie bei Kurvenfahrten mächtig über die
Vorderräder schoben. Sogar die mit doppelten Lenkachsen versehenen Fuchs, Luchs
und MAN. Und das bei Allradbetrieb. Aber andererseits war das eine
Herausforderung an den Fahrer. Hat richtig Spaß gemacht.

In Maßstab 1:10 waren wir auch diesmal nicht
besonders bestückt, weil sich einige Modelle noch im Bau oder in der Umrüstung
befinden. Hier konnten wir den voll funktionsfähigen Bergepanzer 2 vorstellen
und den Kanonenjagdpanzer, der einen sagenhaften Motorsound hat.


Im Maßstab 1:8 eröffneten die zwei Waffenträger
Wiesel und der Wiesel 2 wieder den Reigen, wobei der Wiesel 2 San nicht zuletzt wegen seines längeren Laufwerks häufig
im lockeren Sand die Ketten warf. Sehr zur Verzweiflung unserer Bordärztin
Nira. Aber inzwischen hat sie Routine im Aufziehen der Ketten.


Als Neuheit folgte der Spähpanzer Fennek, der – weil
leicht gebaut – nur so durch das Gelände schoß. Natürlich kann er auch langsam
fahren. Aber dank seines riesigen Federweges konnte er wirklich jede
Geländeform ohne Probleme durchfurchen. Leider konnten wir noch nicht alle
Funktionen vorführen. Jetzt werden noch die Beleuchtung, das Ausfahren des
Sensorkopfes, das Drehen des Sensorkopfes und die Funktion der Kamera
nachgerüstet (verkabelt). Aber er sollte erst einmal fahren.

In der Folge wurden der TPZ 1 Fuchs und der
Spähpanzer Luchs in das Gelände geschickt. Der Luchs hat in der Winterpause
neue Getriebeteile bekommen, so daß er jetzt wieder auf allen acht Rädern
zieht.

Die beiden Schützenpanzer M 113 und Marder 1 machten
wieder neben ihrer hervorragenden Geländegängigkeit durch ihren Motorsound auf
sich aufmerksam. Die Halle war ausgefüllt mit Getöse, wenn die beiden fuhren.
Noch lauter wurde es, wenn die beiden Leos 2A4 und 2A6 dazu kamen. Der Leopard 2A4 knallte dann
auch einige Male aus seiner Kanone. Das konnte der Kanonenjagdpanzer auch sehr
gut. Nebenbei leuchtete er mit seinem starken Schießscheinwerfer das Gelände
aus. An der Knallerei beteiligte sich auch der LARS, der bei jeder Vorführung
eine Salve abfeuerte.



Im Gelände in einer Deckung, stand der Bergepanzer 2.
Leider noch immer nicht fahrbereit
Dieses Schicksal teilt er sich mit dem MAN 5 t. Für die Luftraumüberwachung
stand der Hubi Bell UH1D bereit, mußte aber am Boden bleiben, weil er sonst
einen mächtigen Sandsturm verursacht hätte

Der MAN 15 t ist nach umfangreicher Überholung der
Getriebe und Achsen (der wurde zuletzt nur noch von Spänen angetrieben) auch
wieder einsatzbereit und meisterte ebenfalls ohne Probleme das Gelände. Wie
schon geschrieben, schob auch er in Kurven etwas über die Vorderachsen, was
manchmal ein wenig Rangieren erforderte. Aber ganau diese Dinge machen eben den
Spaß aus. Immer nur auf ebener Strecke geradeaus zu fahren, stelle ich mir
langweilig vor (die Trucker mögen mir verzeihen).

Zuletzt war unser Tiger im M 1:5 dran. Dem sind ja
nun durch seine breiten Ketten keine Grenzen gesetzt. Wer das Modell von früher
kennt, wird erstaunt sein. Das verdreckte Winterkleid, das auch manchen Treffer
aufweist, ist gewöhnungsbedürftig, aber sehr realistisch. Sehr gut, Michael!

Richtige Schäden gab es glücklicherweise keine.
Kleine Malheurs wurden gleich im Wege der Feldinstandsetzung behoben
Die Moderation wurde wieder von Harry durchgeführt,
der seinen Wissensstand immer mehr erweitert und dadurch für jedes gezeigte
Fahrzeug die geeigneten Worte fand.
Danke Harry.

Links ist unser Moderator Harry und rechts ist unser Spitzen CD Verkäufer Achim zu sehen.
Bleibt nur noch wieder festzustellen, daß die
Besucher jedesmal in hohem Maße an der Vorführung der Modelle interessiert
waren und zu den Vorführzeiten massenhaft erschienen Ich befürchte, die Leute
in den hinteren Reihen konnten nicht ganz viel sehen. Schade. Aber trotzdem es
gab wiederholt Applaus.

Die Abende nach den Veranstaltungen verbringen wir
schon seit langer Zeit gemeinsam beim Essen und später bei gemeinsamer Feier.
Das hat den Vorteil, daß wir uns immer besser kennenlernen, so daß der Umgang
miteinander gefördert wird. So haben diese Modellmessen auch einen sozialen
Aspekt.

Und zum Abschluß gibt es hier einen kleinen Film von der Ausstellung,
der uns von Dirk zur Verfügung gestellt wurde.
Bitte klicken Sie auf die Filmrolle.

Klaus Wehler