"Tag der offenen Tür" des PzBtl 413 in Torgelow


Leopard

Nun waren wir schon zum dritten Mal zu einer Veranstaltung des PzBtl 413 in Torgelow eingeladen.
Obwohl wir immer wieder von der enormen Entfernung zu unserem "Heimathafen" beeindruckt sind, nahmen wir die Einladung gern an. Torgelow liegt in der Nähe zur polnischen Grenze. Da hat man manchen Kilometer hinter sich zu bringen. In diesem Fall war das wegen der extremen Hitze ziemlich schweißtreibend. Naja, haben dann ja doch alle lebend überstanden.

In diesem Jahr beging man beim PzBtl 413 nicht nur den Tag der offenen Tür, sondern auch zu Beginn des Tages ein feierliches Gelöbnis.
Die armen Jungs und Mädels. Stundenlang auf dem gut geheizten Antretplatz stehen. Die Sanis konnten sich über Arbeit auch nicht beklagen.

Drum herum und über den ganzen Tag verteilt gab es natürlich die statische Waffenschau mit  fast allen bekannten Fahrzeugen der Bundeswehr.

Leoparden


Bergepanzer

Mehrmals am Tag gab es auch Vorführungen bis hin zur Bombenentschärfung (müssen die Jungs in ihren Schutzanzügen geschwitzt haben).

Bombenentschärfer

Ebenfalls den ganzen Tag über bestand die Möglichkeit, mit einigen Leopard 2A5 mit zu fahren. Dazu kamen noch ein paar MAN 10t und  Wolf. Das war ein ständiges Getöse, weil die alle sehr nahe bei uns vorbei fuhren.

Ach ja, uns gab es ja auch noch. Die RAG Militärmodellbau war mit einer guten Mannschaft (entschuldige Jenny) und einer großen Anzahl Modelle im M 1:35 bis 1:8 angereist.


RAG Modelle

Am Freitagabend bezogen wir erst mal unsere vorbereiteten Stuben und wurden dann in die Stadt gebracht, um vernünftig zu essen (das Mannschaftsheim hatte trotz voller Kaserne geschlossen). Danach haben wir auf den Stuben den Abend gemütlich ausklingen lassen.
Am Samstagmorgen  nahmen wir dann unsere Stellung ein. Uns wurde ein riesiges Schleppdach zugewiesen, das glücklicherweise an beiden Seiten offen war. So hatten wir nicht nur Schatten, sondern auch gelegentlich einen leichten Luftzug (habe ich schon erwähnt, dass es sehr warm war?)

Aufbau

Unsere Tische, die schon bereit standen, waren schnell aufgebaut, die Absperrung gezogen und die Modelle platziert. Alex und Jenny hatten eine Unmenge Modelle im M 1:35, 1:25 und 1:16 mitgebracht, die natürlich auf den Tischen präsentiert wurden.

RAG Modelle

RAG Modelle

Alle anderen im M 1:10 und 1:8 wurden auf dem Platz nahe der Absperrung abgestellt, so dass die Besucher sie aus der Nähe betrachten konnten.

Modell 1:8

Eine riesige Brücke hatten wir mitgebracht und in der Mitte des Platzes aufgebaut.
Eigentlich sollte uns auch ein Haufen Erde zur Verfügung stehen. Allerdings war der Hallenboden richtig schön sauber.
Der Spieß berichtete auf  Frage, daß er die Erde wohl beschafft und auch auf einer Fläche von 5x5 Meter hatte verteilen lassen. Aber irgendwann kam dann die StOV mit einem Fegewagen und hat alles fein säuberlich entfernt. Sehr witzig. Aber Ordnung muß sein. Und bloß nicht nachdenken!
Naja, sind wir dann auch ohne Erde glücklich geworden.

Dank fehlender Konkurrenz im Funk konnten wir unsere Modelle jederzeit und beliebig lange fahren lassen. Und da fuhren sie alle in allen Maßstäben.
Im Programm hatten wir zwei feste Zeiten für Vorführungen, aber eigentlich war immer Betrieb auf der Piste.
Wir waren gerade dabei, einen Wiesel 1 mit dem Büffel wechselweise auf die beiden MAN zu verladen, als es beim Büffel eine Störung gab, die dann mit einer starken Rauchentwicklung auf sich aufmerksam machte. Da konnte nur noch der Seitenschneider helfen. Ein Fahrtenregler hatte seinen Geist aufgegeben (Für Experten: Drehzahlsteller). Das Ding konnte man nach einer Viertel Stunde noch nicht anfassen, so heiß war es.
Kopf hoch Thomas, der büffelt bald wieder.


Büffel

Na, da haben wir doch mal die Rollen vertauscht und den Büffel mit einem Leo 2A6 in die Parkposition geschleppt.

Leopard schleppt Büffel

Die Soldaten, die sonst immer in den dicken Dingern sitzen,  waren hellauf begeistert von den Modellen.
Einer konnte sich nicht zurück halten und mußte mal den Leo 2A6 im
M 1:8 dressieren.
Der Kommandeur brachte ebenfalls sein Wohlgefallen zum Ausdruck und schrieb uns einen netten Text in unser Gästebuch.

Natürlich durften wir auch in den Großen mitfahren. Da uns der zuständige Hauptfeldwebel als VIPs eingestuft hatte, durften wir jederzeit vor den Besuchern einsteigen. Bisschen peinlich, aber sehr hilfreich. Hat aber wesentlich zur guten Stimmung beigetragen.


RAG Panzerfahrer

Wir hatten natürlich auch unseren "Kinderpanzer" mit. Das arme Modell hatte eigentlich kaum eine Minute Stillstand und konnte dank Wechselakku ständig fahren.

Kinderpanzer

Wir haben über 60 "Führerscheine für Modellpanzer" an Kinder ausgegeben. Lustig: Eine 18jährige junge Frau konnte sich gar nicht davon los reißen und drehte Runde um Runde.

Die meiste Zeit wurde der "Kinderpanzer" von einem Marineoffizier betreut, der neben uns einige Tische mit Eisenbahnzügen als Panzertransport im M 1:87 ausstellte. Imposant!


Marineoffizier

Der Junge war ständig auf Achse. Scheint ihm Spaß gemacht zu haben. Bestimmt wird er bald ein Panzermodell haben.
Nach dem Abbau abends haben wir dann noch das Soldatenheim gestürmt und den Abend gemütlich ausklingen lassen. Am Sonntagmorgen ging es wieder auf die heiße Piste nach Hause.
Das Wochenende war ja ganz schön anstrengend. Aber da eine Wiederholung droht, sind wir bestimmt wieder dabei.


Klaus Wehler


 




 
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