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Die RAG Militärmodellbau bei der 12. Mecklenburg-Vorpommerns Modellbauausstellung in Rostock 2009
Rostock: So weit im Osten waren wir ja noch nie.
Ein
Vereinsmitglied hatte die Verbindung zur Messe in Rostock hergestellt
(Danke, Volker). Da haben wir mit der Messeleitung mal beschlossen,
gemeinsam den Versuch zu wagen.
Um es vorweg zu nehmen: Das war
eine richtig gemütliche Veranstaltung in einem entspannten Rahmen. Da
werden wir im nächsten Jahr wieder dabei sein. Die
Ausstellung fand in der fünf Jahre alten Halle der „Hanse-Messe“ statt.
Insgesamt hat die Halle eine Fläche von über 10 000 m², wovon ca. 8 000
m² für die Veranstaltung abgeteilt waren. Bemerkenswert: Die Halle hat
ein freitragendes Dach, so dass es keine störenden Pfeiler gibt!
Am Freitag hatten wir uns ab dem frühen Nachmittag zum Aufbau verabredet. Als wir ankamen, war die Halle noch ganz schön leer. Uns
hatte die Messeleitung ein Eckgrundstück von respektabler Größe
zugewiesen. Da nahm sich der schon vorhandene Haufen Erde, der mal dazu
betragen sollte, unser Gelände zu werden, wie ein Ameisenhaufen aus.
Aber es sollten ja noch zwei Fuhren Erde dazu kommen. Also haben wir erst einmal mit einer Pause begonnen.
Natürlich
kam dann auch schon der Lkw mit seiner zweiten Fuhre, die nach unseren
Anweisungen abgekippt wurde. Die Pause wurde an anderer Stelle
fortgesetzt.
Allmählich
fand sich auch der eine oder andere unserer Mannschaft ein, so dass
allmählich mit dem Einrichten und Aufbauen begonnen werden konnte. In die Ecke der Hallenwände stellten wir ein Partyzelt, so dass wir auch einen Rückzugsraum hatten.
Inzwischen
hatten die anderen Aussteller in der Halle mit dem Aufbau ihrer Stände
und dem Parken ihrer Autos ein solches Chaos veranstaltet, dass der Lkw
mit seiner dritten Fuhre Erde nicht mehr zu uns durchdringen konnte.
Schade. Haben wir also aus dem Vorhandenen das Beste gemacht und uns
ein kleines Gelände modelliert. Leider war die Erde sehr lehmhaltig, so
dass die Gefahr bestand, die Laufwerke der Panzermodelle zu verkleben. Während
also einige von uns sich mit den Schaufeln darin übten, tief zu stechen
und weit zu werfen, stellten andere die zur Verfügung gestellten Tische
auf (und einige andere, die wir zufällig fanden).
Um
den Zuschauern möglichst viel freie Sicht auf die Modelle im Gelände zu
bieten, stellten wir nur die geringst nötige Anzahl von Tischen auf.
Hat auch gereicht.
Zwei Attraktionen hatten wir in L-Form zur Hallenwand platziert: Hans-Joachim führte wieder seine funktionsfähige Panzerschnellbrücke 2 im M 1:10 vor (und erhielt nicht selten Applaus).
Wolfgang
hatte auf einer fünf Meter langen Fläche zwei Schienenstränge
installiert und zeigte hier seine Modelle eines Zuges mit V2-Raketen
und den dazugehörigen Fahrzeugen. Vieles davon selbst gebaut, der Rest
umgebaut und verfeinert. Auch hier war ständiger Andrang von Besuchern
zu verzeichnen.
Auf
den Tischen hatten wir ein paar Modelle im M 1:10 stehen: Jagdpanzer
Jaguar, BergePz 2 Standard und aus dem WK 2 dem Kampfpanzer 38t.
Und weil er doch so klein ist, auch im M 1:8 den Schützenpanzer HS 30. Im Anschluss daran waren die Modelle im M 1:16 zu besichtigen: Als Fahrzeuge der Bundeswehr TPZ Fuchs, SpPz Luchs, Leopard 2A6, aus dem 2. WK Panzer III, Pionierpanzer III, Sturmpanzer III mit SIG 33, T 34, Tiger I, Jagdpanther und Kampfpanzer Pershing.
Im M 1:14.5 gesellte sich noch der Lkw Ural 4320 dazu.
Alle Modelle fahrbereit. Auf diesem Tisch lag auch ein dickes Fotoalbum, das von den Besuchern gern durchgeblättert wurde.
Auf
einem etwas niedrigeren Tisch hatte Andreas seine Baustellen der M 113
ausgestellt und dazu eine Mappe mit Zeichnungen und Skizzen.
Unseren Verkauf von CD und DVD hatte Ralf übernommen, der die ganze Zeit ausdauernd am Tisch zubrachte. Danke, Ralf.

Die größeren und großen Modelle stellten wir dekorativ in das Gelände, so dass die Besucher sie gut sehen konnten.
Wir
hatten diesmal nur ein großes Modell dabei: Den Jagdpanther von Michael
(Stahlpanther) im M 1:5. Ganz hallenfreundlich nur mit Elektroantrieb.
 Dann
ging es schon weiter im M 1:8: Zwei Kampfpanzer Panther, Kampfpanzer
Leopard 2A6, Raketenwerfer LARS, TPZ Fuchs, SpPz Luchs, 2 M 113,
Überschneefahrzeug Hägglunds, SpPz Fennek, SanPz Wiesel 2, Waffenträger
Wiesel 1 mit MK 20 und Waffenträger Wiesel 1 mit TOW. Da wir als „Fahrbetrieb“ nicht allein in der Halle waren, mussten wir uns mit den anderen die Fahrzeiten teilen.
Da
waren einmal die Trucker und nicht weit von uns entfernt die Buggys,
die einen infernalischen Lärm erzeugten und fürchterlich (und
gesundheitsschädlich) stanken. Hat auch Beschwerden gegeben. Die armen
Stände direkt daneben! Na, immerhin konnte jede der drei Parteien viermal täglich eine halbe Stunde fahren. Da
wir keine Lautsprecheranlage hatten, konnten wir den Zuschauern leider
auch nicht vermitteln, welches Modell sie da gerade auf der Piste
sahen. Aber das tat dem Interesse der Zuschauer keinen Abbruch. Jedes
Mal zur Vorführung war unser Stand dicht umlagert. Und zwischendurch
wurden viele Fragen gestellt.
 Da sind wir nun also munter ohne besonderes Konzept über das Gelände geschaukelt. Am
ersten Tage, als die Erde noch relativ feucht war, wurden die Laufwerke
erheblich verschmutzt, so dass man gelegentlich die Ketten, Laufrollen
und Leiträder reinigen musste. Trotzdem gab die eine oder andere
Kette dem Druck nach und riss. Haben wir aber alles mit Bordmitteln
wieder hingekriegt. Auf jeden Fall wurden die Modelle nicht geschont.
Der Schlimmste von uns war allerdings unser „Panzerquäler“ Bana.
Bana hatte die zwei Wiesel 1, einen M 113 und den kleinen 38t zur Verfügung. Den
M 113 hat er nicht klein gekriegt. Die beiden Wiesel haben allerdings
schon mal Protest angemeldet und eine Kette geworfen. Hat aber nichts
genützt: Wurde wieder aufgezogen. Sogar eine gerissene Kette wurde
wieder repariert. Der kleine Pz 38t hielt bis zum zweiten Tage durch, dann war auch eine Kette hin. Danach hatte er seine Ruhe.
An
einem der Panther war ebenfalls eine Kette gerissen. Aber wozu hat er
seine Ersatzkettenglieder dabei. Nach einer kurzen gemeinsamen Aktion
einiger Modellbauer stand das Teil wieder auf beiden Ketten und hat bis
zum Ende durchgehalten.
Inzwischen
war die Erde einigermaßen abgetrocknet, so dass es nicht selten
staubte, wenn mal ein Modell in schneller Fahrt darüber fuhr. Diese zwei Tage vergingen eigentlich wie im Fluge. Alle haben überall mit angefasst und geholfen. Die
Stimmung war prima. Sicherlich nicht zuletzt, weil Andreas uns einen
großen Koffer voller Süßigkeiten als Nervennahrung mitgebracht hatte.
Die Nächte haben wir auf einem Hotelschiff im Rostocker Stadthafen verbracht. Will ich jetzt mal nicht kommentieren.
Aber das Frühstück war gut. Die Aussicht über den Hafen auch.
Abends
sind wir dann gemeinsam essen gegangen. Ein sehr rustikales Restaurant
im Hafen, gar nicht weit vom Hotelschiff. Sind wir gleich zwei Mal
aufgeschlagen.
Um es zu wiederholen: Es hat allen bei der Messe in Rostock gefallen. Eine Neuauflage im nächsten Jahr ist sicher.
Noch etwas: Falls
sich jemand beim Betrachten der Bilder darüber wundert, dass wir am
Overall gelbe Schleifen tragen: Das ist ein Zeichen der Solidarität mit
den im Auslandseinsatz befindlichen Soldaten und Reservisten der
Deutschen Bundeswehr.
Und hier gibt es noch ein Fotoalbum von der Veranstaltung
. Klaus
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