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Die Reservistenarbeitsgemeinschaft Militärmodellbau bei der Rheinmetall Landsysteme in Kassel
 Vor einiger Zeit waren wir bei der Rheinmetall in Unterlüß, um dort beim Familientag mitzuwirken. Am
Samstag, 25. August 2007, waren wir nun zum Familientag und Tag der
offenen Tür bei der Rheinmetall in Kassel eingeladen, mit unseren
Modellen im Rahmenprogramm mit zu wirken.
Vormittags um 10.00 Uhr
wurden die Tore für Werksangehörige mit ihren Familien und auch andere
Gästen geöffnet. Sinn war natürlich, der Familie mal zu zeigen, wo Papa
und Mama arbeiten. Natürlich wurde auch die gesamte Produktpalette
vorgestellt. Vor den Hallen standen eine Unmenge von Militärfahrzeugen, die die Rheinmetall herstellt, ausrüstet oder umrüstet.
Um
es gleich vorweg zu nehmen: Der absolute Höhepunkt war sicherlich, dass
der neue Schützenpanzer Puma von innen und von außen zu besichtigen
war. Ein außerordentlich interessantes Fahrzeug. Leider bestand im
gesamten Werksgelände absolutes Fotografier- und Filmverbot. Schade,
ist allerdings verständlich. Um so erfreulicher war, dass Außenstehende
so dicht an das Fahrzeug heran durften. Über das Gelände verteilt gab es viele Stationen, bei denen Fahrzeuge vorgeführt wurden. Irgendwo
brummte immer ein Panzermotor: Man konnte eine Mitfahr- gelegenheit im
Leo in der Tombola gewinnen. Mehrmals am Tag verlegte der Biber seine
Brücke. Dicht daneben schoß ein als Wasserwerfer ausgerüsteter Yak
(früher Duro) aus einer Entfernung von ca. 30 m Tonnen von einer
Stellage. Dabei wurde nicht ein Wasserstrahl verschossen, sondern ein
Wasserschwall wie aus einer Kanone. Das Rohr wurde dazu mit einer Menge
Wasser geladen, dann kam Druckluft dazu, die das Wasser knallartig auf
das Ziel verschoß. Das zieht einem Demonstranten garantiert die Jacke
aus, wenn er getroffen wird. Und das Ding schießt wirklich zielgenau. Naja,
so waren eben einige Attraktionen im Gelände verteilt. Für die mit uns
eingeladenen Modellbauer stand eine Halle mit Glaswänden zur Verfügung.
Das war früher mal das Terminal für den Transrapid der Firma
Bombardier, die ebenfalls auf dem Gelände ansässig ist. So stand dann
auch hoch über uns ein Wagen des Transrapid auf seiner Schiene.
Also stand die ganze Halle zu unserer Verfügung. Wir hatten uns etwa ein Drittel reserviert. Die
Absperrung stellten wir durch einige Tische dar, die wir links
und rechts von einer mittig stehenden doppelten Tragsäule aufbauten.
Auf diese Tische stellten wir die beiden Wiesel,
 die beiden Hotchkiss,
und die Baustelle eines Radplaniergerätes, dem Zettelmeyer ZL 4001B.
Dieses Teil war bis vor kurzer Zeit bei den Pioniereinheiten
eingesetzt. Du meine Güte, wenn der mal fertig ist. Das wird ein
Brummer !
Alle anderen Modelle hatten wir in unserem Raum auf den
Boden gestellt, weil wir ja auch mal fahren wollten.


Später haben wir
aus Platzgründen einige Modelle in den Raum vor die Tische gestellt.
War natürlich eine spannende Angelegenheit, bei so viel Besucherbeinen
und Fingern. Leider sind ja immer wieder Besucher dabei, die die
Modelle "begreifen" müssen. Wenn man ihnen dann mal was dazu sagt, sind
sie noch empört und weisen darauf hin, dass sie ja auch Bastler sind
und sich auskennen. Naja !!
Mit dem Vorführen der Modelle war das so
eine Sache. Einen abgesperrten Platz gab es nicht, also mussten wir auf
der Straße vor dem Gebäude fahren. Ging ja auch. Nur, dass so
wahnsinnig viele Besucher da waren, die alle was sehen wollten. Man kam
sich vor wie der Rattenfänger von Hameln. Fuhr man nach rechts, folgte
die ganze Meute nach rechts, die Kinder natürlich hautnah am Modell.
Fuhr man nach links folgte alles wieder dem Modell. Zwischendurch
musste immer mal wieder eine Pause eingelegt werde, damit man sein
Modell überhaupt mal wieder sehen konnte. Also, über Besuchermangel
konnte man wirklich nicht klagen.
Mit uns in der Ausstellungshalle
waren einige Modellbauer mit 1:16er Modellen, die meist bekannt sind,
aber auch einige exzellente Eigenbauten.
Eine Kaserne hatten die Jungs
auch aufgebaut, von der aus einige Fahrten gestartet wurden. Irgendwo
brummte immer mal was.
Wir hatten diesmal bewusst ausschließlich
Modelle im M 1:8 dabei. Über die schon erwähnten Modelle hinaus hatten
wir den Leo 1A1
und den Leo 2A6 dabei,
die Schützenpanzer M 113
und Marder, den Bergepanzer 3 Büffel,
die Raketenwerfer LARS und
MARS,
Spähpanzer Luchs und Transportpanzer Fuchs, den Spähpanzer
Fennek, den MAN Multi mit aufgelastetem Wiesel 2 San und den MAN 15t.
Ein ganz ordentliches Aufgebot.
Natürlich hatte uns die Rheinmetall auf unsere Bitte hin einen Haufen Sand bereitgestellt.
Aber
irgendwie scheinen wir damit in letzter Zeit Schwierigkeiten zu
haben. Im Gegensatz zu Torgelow war der Sand diesmal wohl noch da, aber
in ca. 600 Meter Entfernung auf einen Parkstreifen gekippt. Die Fahrt
dort hin, durch so viele Besucherbeine, haben wir uns dann doch
erspart. Den Sand haben dann einige Kinder für sich entdeckt. War doch
auch was! Das Wetter hat auch mal wieder super mitgespielt, so dass
alles Spaß gemacht hat.
Klaus Wehler
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