Modellbauwelt Hamburg 2006

Tiger I


Am 23.11.2006 war es wieder so weit: Die Hansestadt Hamburg hatte zur Modellbaumesse geladen.

Leider ereignete sie sich parallel zu der Messe „Du und deine Welt“.
Das stellte die RAG Militärmodellbau vor eine große Entscheidung, die mit einigen Hürden gepflastert war. Fand doch zur gleichen Zeit die Modellbaumesse in Bremen statt

So mussten wir überlegen, ob beide Messen von uns zur gleichen Zeit gebührend besucht und als Aussteller ausgestattet werden konnten. Wir mussten alles genau abwägen und kamen zu dem Resultat: Es muss gehen. Den beiden Messen fühlen wir uns verpflichtet, insbesondere der Messe in Hamburg. Dort hat unser Mitwirken schon seit vielen Jahren Tradition.

In der Ausstellungshalle erwartete uns schon ein großer Haufen Erde, den wir mit vereinten Kräften zu einem Gelände modellierten. Zunächst wurden wir jedoch zur Pressekonferenz gebeten, bei der man auf zwei große Panzermodelle nicht verzichten wollte.

Sandb8erg

Dank der Hilfe aller beteiligten Vereinskameraden war der Aufbau schnell geschafft.

Modellgelände

Am  Freitag sollte nun die Show starten. Aber da gab es für uns eine böse Überraschung, denn mehr als die Hälfte der Kanäle für unsere Sender waren für die komplette Messezeit für alle gesperrt. Diese wurden einem Verein zum Austragen der Deutschland - Meisterschaften zur Verfügung gestellt.
Die restlichen mussten wir uns mit reichlich anderen Teilnehmern teilen. So wurde es sehr schwierig, sein Modell einzusetzen. Wenn die Trucker-Kollegen nicht so überaus nett gewesen wären und uns Kanäle überlassen hätten, wäre wohl kein Modell bewegt worden.
An sie herzlichen Dank.

Trucker

Zu den sehr knapp bemessenen Vorführzeiten fanden sich natürlich wie immer Massen von Zuschauern ein, die dann aber meist enttäuscht wurden, weil wir nicht viel bieten konnten. Zu allem Ärger gab es dann natürlich auch mal einige Schäden an Modellen.

Besucher

Wenn z.B. der Tiger I im M 1:5 nicht einige Male in verbotener Weise gefahren wäre und einige kleinere Modelle im M 1:10 und 1:16, hätten wir nur ein Diorama vorweisen können. Joachim hatte als Höhepunkt seine Panzerschnellbrücke 2 dabei, mit der er fleissig seine Brückenteile auslegte. Tolles Teil. Dass das bei all dieser Mechanik so funktioniert, ist faszinierend.

Panzerschnellbrücke

Was konnten wir denn überhaupt so zeigen:
Da unterstützte das Sturmgeschütz III im M 1:5 den Tiger I mit seinem gewaltig dröhnenden Motorsound.

Stug III

Der Leopard 2A4 im M 1:8 war leider nur für kurze Zeit bewegungsfähig, dann fackelte der Fahrtenregler (für Fachleute: Drehzahlsteller) ab. Danach konnte er nur noch als Artillerie dienen, was er auch lautstark unter Beweis stellte.

Leopard 2A4

Der MARS schaufelte sich ordentlich Dreck in die Lager, so dass über Nacht eine umfangreiche Inst notwendig wurde, mit Erfolg!! Danke, Joachim.

Mars

Mars

Im M 1:10 tummelten sich der manchmal als Rennpanzer missbrauchte Leopard 2A6 und der Kanonenjagdpanzer. 

Kanonenjagdpanzer

Und natürlich Modelle im M 1:16, allen voran der erwähnte Leopard 2A6 mit Timo am Knüppel..

Ja, war ja nicht ganz so toll, aber naja, immerhin.

So konnten wir den Zuschauern, die teilweise angereist waren, um uns zu sehen, nur sagen, dass das Malheur durch die Organisation der Messeleitung verursacht worden ist und sie vertrösten, dass wir im nächsten Jahr wieder ein vernünftiges Programm abliefern werden. Das hat uns allen auch keinen Spaß gemacht, aber wir haben im Rahmen des Möglichen unser Bestes gegeben.

Und der uns von der Messe gesteckte Rahmen war mehr als dürftig.

Es bleibt nur zu hoffen, dass der stetig zu beobachtende Abstieg der Hamburg-Messe endlich seinen Tiefstand erreicht hat und es im nächsten Jahr mit den neu erbauten Hallen wieder aufwärts geht.

Leider haben die Messen in Hamburg und Bremen es schon wieder nicht fertig bekommen, ihre Termine endlich mal zu trennen. So ist es Tatsache, dass im Jahr 2007 beide Modellbaumessen in der Zeit vom 23. bis 25. November stattfinden. Nicht zu glauben.

Eine nette Geste bleibt noch anzusprechen: Die Betreiber der Eisenbahnanlage in der Speicherstadt hatten alle Aussteller eingeladen, die Anlage zu besichtigen und auch mal hinter die Kulissen zu schauen. Dazu gab es noch Speis und Trank. War eine tolle Sache. Die Anlage anzusehen ist ein Muß!! 

Miniaturwunderland

Wir hoffen, dass wir trotz aller Widrigkeiten unser Ziel erreicht haben und  in Hamburg gern gesehene Gäste bleiben  

Vielen Dank an alle, die uns dabei unterstützt haben.

Michael


 
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