Die RAG Militärmodellbau bei der Faszination Modellbau Bremen 2007

RAG Mitglieder

Wie schnell doch ein Jahr vergeht.

In der Zeit vom 23. bis 25. November 2007 fand in den Bremer Messehallen die 2. Modellbauausstellung unter der Sinsheimer Leitung statt.

Im vergangenen Jahr waren wir ja sehr zufrieden mit dem Verlauf der Messe, mal sehen, was jetzt auf uns zu kommen würde.

RAG Logo und Uhr

Eine Aufbaumannschaft reiste schon am Vortage an, um den Stand her zu richten. Richtig viel war nicht zu tun, weil die Messe gemäß vorheriger Absprache alles bereitgestellt hatte, was wir uns gewünscht hatten.

Resultierend aus den guten Erfahrungen des letzten Jahres, hatten wir zu dem uns benachbarten Gelände der 1:8er Trucker keine Grenze oder Absperrung.

Die Tische, auf denen die nicht fahrbereiten oder im Bau befindlichen Modelle ausgestellt werden sollten, waren schnell aufgestellt.

Etwas beschwerlicher war da schon das Verteilen der Erde. Mussten wir doch in Ermangelung eins Radladers einen riesigen Haufen Erde zu einem Gelände formen. Na ja, entsprechend dem Motto: "Tief stechen und weit werfen" haben wir auch das ganz gut hingekriegt. Dekoriert wurde das fertige Gebilde mit etwas Grünzeug und schon konnten die fahrbereiten Modelle im Gelände aufgestellt werden. Aber so, dass die Besucher sie gut einsehen konnten.

Bremen RAG Gelände

Wiesel Gelände

Die Erde für das Gelände war leicht lehmhaltig, so dass Ketten und Erde zunächst eine innige Verbindung eingingen. Das hat sich aber bald gelegt, nachdem die Erde leicht angetrocknet war und das Gelände natürlich auf jedem Quadratzentimeter befahren und somit fester wurde.
In der Mitte des Geländes hatten wir einen kleinen Hügel stehen lassen, auf dem wir die Modelle präsentieren konnten. Die Flanken des Hügels hatten wir als steile Rampen ausgearbeitet, so dass die Modelle ihre Steigfähigkeit demonstrieren konnten. An einer Ecke des Geländes wurde eine kleine Brücke eingearbeitet, die aber von allen Fahrzeugen zu benutzen war .

RAG Brücke

Dicht an der Absperrung entstand ein wesentlich kleineres Gelände, mehr ein Diorama, auf dem einige Modelle im M 1:35, darunter eine fahrbereite Panzerdraisine auf Schienen, präsentiert wurden. Die Panzerdraisine fuhr automatisch gesteuert ihr Revier ab.

Panzerdraisine

Modelldiorama 1:35

Mit den Truckern mussten wir uns wieder den Tag bezüglich der Fahrzeiten aufteilen.
Jeder Truppe stand sechsmal am Tag eine halbe Stunde zur Verfügung. Eigentlich etwas wenig für uns. Da konnten wir gar nicht jedes Mal alle unsere Modelle vorführen. Das müssen wir im nächsten Jahr besser verhandeln. Man lernt ja immer dazu.

Was hatten wir denn nun zu bieten?

Dass Modelle im M 1:35 da waren, wurde schon erwähnt, nicht aber, dass einige davon auch fahrbereit und über Funk zu steuern waren.
Man stelle sich vor: Der Winzling von Panzer II (2. WK).  Da musste unser Moderator schon mit dem Finger drauf zeigen, damit die Besucher ihn im Gelände auch entdecken konnten. Das Modell konnte locker die Fahrspur eines Leopard im M 1:8 als Straße benutzen.

RAG MaskottchenDies ist leider nicht  unser Moderator, sondern unser neues Maskottchen.














Was muss das für eine Fummelarbeit sein, die gesamte Elektronik, Motoren und Akkus in diesem kleinen Teil unter zu bringen. Und das macht unser Alex dauernd !!

Eine Entlastung erfährt er aber beim Umgang mit seinen unzähligen Modellen im M 1:16, da braucht man schon keine Lupe mehr. Viele von den 1:16ern sind dadurch natürlich auch fahrbereit. Folglich wurden sie zusammen mit den Modellen anderer Vereinsmitglieder ins Gelände geschickt. Ganz klar dominierten die Tiger I. Aber es fuhren auch Tiger II (Königstiger),  Panzer III und ein T 34.

Modellpanzer 1:16

Tiger

Im M 1:10 hatten wir diesmal nur einen Kampfpanzer Leopard 2A4 vorzuweisen. Leider musste der, obwohl eigentlich fahrbereit, aus funktechnischen Gründen als Standmodell dienen. Schade!

Leopard 2A4

Um mal unser größtes Funktionsmodell vorwegzunehmen: Unser "Stahlpanther" hatte seinen noch im Bau befindlichen, aber schon fahrbereiten Jagdpanther im M 1:5 mitgebracht. So ein gewaltiges Teil. Und weil er tatsächlich aus Stahl gebaut ist - die Bleche wurden gelasert - wiegt er auch einige Kilogramm (oder doch etwas mehr?). Na, jedenfalls ist er erst mal durch unser Gelände gepflügt. Aber irgendwann hat sich die Elektrik verabschiedet. Kein Wunder bei der Belastung. Da muss wohl mal ein Dickdrahtelektriker ran. Aber "Stahlpanther" macht das schon.

Jagdpanther

Damit nun zu der Masse unserer Modelle im M 1:8. Das ging über die drei Wiesel zu den drei Lkw MAN ( 5t, 15t, Multi) und dem LARS. Zwei Kampfpanzer Leopard (2A4 und 2A6), ein Kanonenjagdpanzer,  Spähpanzer Fennek,  Spähpanzer Luchs und Transportpanzer Fuchs sowie den MTW M 113 und einen Schützenpanzer Marder. Als Unterstützungsfahrzeuge waren eine Panzerhaubitze 2000, ein Bergepanzer 2 Standard und ein Bergepanzer 3 "Büffel" zu sehen. Bis auf wenige Ausnahmen alle fahrbereit. Und sie wurden trotz der Kürze der Zeit alle vorgeführt. Die Kampfpanzer und der Marder sowie der M 113 teilweise mit heftigem Motorgedröhn. Was manchmal auch über das Mikrophon demonstriert wurde.

Wiesel

Kanonenjagdpanzer

Panzerhaubitze 2000

Leopard

MAN


Gelegentlich kam mal ein Trucker mit einem Tieflader oder einem Auflieger als Pritsche vorbei, um sich einen unserer Panzer aufzuladen. Weil nicht alle über eine eigene Rampe an ihrem Truck verfügen, haben wir zwei schöne Rampen aus Metall gebaut, mit denen die Panzer problemlos auf die Lkw fahren konnten.

Trucker

Unser Gelände erfuhr laufend Vergrößerung, weil bei den Truckern ein fleißiger Baggerfahrer ständig Kipper  mit Erde belud, die dann zu uns transportiert und abgekippt  wurde. Die Haufen wurden dann von unserem Bergepanzer "Büffel" mit seiner Räumschaufel eingeebnet.
Auf den Tischen nahe der Absperrung hatten wir gut einsehbar unsere "Baustellen" ausgestellt. Da gab es im M 1:7 den Bergepanzer 3 "Büffel", im M 1:8 den Beobachtungspanzer Hotchkiss, nun schon mit Farbe versehen, den Schützenpanzer kurz Hotchkiss, schon weit fortgeschritten im Bau,  Die Wanne eines Kampfpanzer Leopard 2A4, den amerikanischen Lkw Oskosh und (demnächst fahrbereit) den Radlader 
Zettelmeyer ZL 4001B.

Radlader Z3000
 
Im M 1:10 eine auf Ketten stehende Wanne des Tiger I und im M 1:6 die Wanne eines Spähpanzers SdKfz 222.

In eine Ecke der Absperrung hatten wir einen Kasten mit drei Winkelspiegeln eines
SPz Marder gestellt, so dass die Besucher auch mal einen Eindruck gewinnen konnten, wie eine Panzerbesatzung die Gegend sieht. Manch Papa hat seinem Nachwuchs damit gezeigt, wie er damals aus dem Panzer heraus geschaut hat.

Überhaupt Besucher. War der Andrang am Freitag aus verständlichen Gründen noch zu ertragen, waren die Besuchermassen insbesondere während unserer Vorführungen riesig.
Und natürlich waren auch zwischendurch immer Mengen von Besuchern da, die auch viele Fragen stellten.

Am dritten Ausstellungstage bekamen wir durch ein schönes Modell Verstärkung.
Die Schiffsmodellbauer in unserer Nähe hatten ja einen riesigen Tisch voller Modelle. Dazwischen stand einsam als Radfahrzeug der amerikanische Schwimm-Lkw DUKW. Ein Eigenbau im M 1:10.

DUKW

Am Vorabend hatte der Besitzer uns schon einmal damit besucht, nun stellte er ihn mit unseren Modellen zusammen in unser Gelände. Sah sehr dekorativ aus. Um die Frage zu beantworten: Natürlich schwimmt das Teil auch, wie bewiesen wurde.


Die diesjährige Messe in Bremen war rundum zufrieden stellend !!

Klaus Wehler






 
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