Modellbau Bremen 2006

RAG Gelände

In diesem Jahr fand die Modellbaumesse in Bremen erstmals unter der Regie der Messe Sinsheim statt.

An dem Konzept – zumindest, was die Aussteller mit RC-Modellen betraf – hat sich allerdings gegenüber den bisherigen Veranstaltungen nicht viel geändert. So mussten wir die Halle wieder mit Truckern und reichlich Schiffen teilen.

U-Boot Unimog

Und weil die Schiffe in Überzahl dort waren, mussten die Trucker und wir unsere Sender und Empfänger auch noch umrüsten. Naja, war etwas umständlich, hat dann doch weitgehend geklappt.

Immerhin ist der Veranstalter auf unseren Vorschlag eingegangen, unser Gelände mit dem der Trucker zu vereinen. So wurde mehr Platz gewonnen. Durch vernünftige Absprache hatten wir täglich vier mal 45 Minuten Zeit, unsere Modelle im Fahrbetrieb vorzustellen. Manchmal blieben sogar noch einige Minuten für freies Fahren.

Wie lief es nun?

Am Donnerstag waren einige Vereinsmitglieder zum Aufbau angereist. In der Halle fanden wir auf unserem Platz einen guten Haufen Erde vor. Gutes Material: Mutterboden fast ohne Steine, leicht lehmig. War genau richtig. Ein Gelände, das von Rad- und Kettenfahrzeugen gleichermaßen zu befahren war, wurde angelegt. Eine Biberbrücke im M 1:8 wurde eingebaut. Sah ganz gut aus.

RAG Gelände

Biberbrücke

Hinter der Absperrung  hatten wir eine ausreichende Zahl Tische aufgebaut, auf denen die kleineren Modelle und die „Baustellen“  präsentiert wurden.

Am Freitag begann der Tag erst einmal damit, alle Modelle und Sender mit anderen Quarzen zu versehen  (Für Skeptiker: Eine Sondergenehmigung lag vor).

Die Vorführungen begannen wir wie immer mit dem kleinsten Maßstab, das war diesmal der M 1:35. Alex hatte diesmal eine Anzahl Modelle mit RC-Anlage vorbereitet. Natürlich alles Eigenarbeit !!

Da schleppte der Bergetiger I den defekten KampfPz Elefant durch das Gelände, ein Pz III mit aufgesessener Infanterie fuhr ins Gefecht und ein russischer KampfPz mit angebauten Minenrollern suchte nach Minen. Das alles in einem Gelände, das ja eigentlich für große Modelle angelegt war und entsprechend zerfurcht. Aber die Kleinen habe das  bestens bewältigt.

Nach den Kleinen waren die etwas größeren im M 1:16 an der Reihe. Neben Sherman, Pershing, T 34 und Tigern fuhr auch als Neuheit der KampfPz M 41 „Walker Bulldogg“ über das Gelände. Ein paar Gäste mit ihren Tigern mischten sich gelegentlich darunter.

Im M 1:10 hatten wir diesmal den schon mehrfach bewährten BergePz 2 Standart dabei, der das Gelände wunderbar meisterte und seine verschiedenen Funktionen zeigte.

Bergepanzer 2

Nun war die Reihe an den größten Modellen, die wir diesmal dabei hatten, M 1:8

Die ganz Großen im M 1:5 und einige andere in verschiedenen Maßstäben mussten uns bei der parallel in Hamburg stattfindenden Modellbaumesse vertreten.

In Bremen also war eine ganze Menge an Modellen im M 1:8 vertreten.

Leider mussten der Leopard 2A6 und der Fennek im Gelände stehen bleiben, weil keine entsprechenden Quarze vorhanden waren Der Fennek war aber in einer Stellung untergebracht und übertrug per Videokamera aus seinem Sensorkopf ein Bild von der Biberbrücke.

Fennek

So konnten die Besucher auf einem Monitor verfolgen, wenn ein Fahrzeug über die Brücke fuhr.

Der Marder war ebenfalls nur Standmodell,  weil der Fahrtenregler nicht rechtzeitig eingebaut werden konnte. Der BergePz 2 Standart ist leider immer noch nicht fahrbereit und stand ebenfalls im Gelände. Zuletzt musste der Luchs leider irgendwann auch in seiner Stellung stehen bleiben, weil ein leichter Getriebeschaden aufgetreten war. So spielt das Leben.

Aber es gab ja  noch genug Modelle, die ihre Furchen zogen: Begonnen wurde die Vorstellung mit den drei Wieseln. Später blieben nur noch die beiden Waffenträger Wiesel 1 TOW und MK 20 übrig, weil beim Wiesel 2 San eine Kette gerissen war und Ersatzkettenglieder nicht mitgeführt wurden. Zu blöd!.

Diesen folgten der MTW M 113 und der TPz Fuchs. Nachdem die gezeigt hatten, wie sie mit dem Gelände fertig werden, gesellten sich der Kanonenjagdpanzer und der Lkw MAN 7t dazu. Der Kanonenjagdpanzer beeindruckte mit seinem starken Schießscheinwerfer und seinem lauten Knall aus der Kanone. Der MAN ist mit einem derart starken Motor ausgerüstet, dass er eigentlich die Wände senkrecht hoch fahren könnte. Hatten wir ja nicht. Daher musste er eben kraftvoll durch das Gelände pflügen. Es gab kein Hindernis.

MTW 113

Fuchs

MAN

Kanonenjagdpanzer

Nun setzte sich unsere „Wuchtbrumme“ in Bewegung: Der Leopard 2A4. Mit allen möglichen Funktionen ausgestattet, machte er sich insbesondere mit seinem originalgetreuen Motorgeräusch und dem ebenfalls lauten Knall aus seiner Kanone bemerkbar. 

Leopard 2A4

Ebenfalls mit Schießanlage ausgestattet, meldete sich unsere Panzerhaubitze 2000 eindrucksvoll zum Dienst. Obwohl das Teil ja recht behäbig fährt und auch sehr schwer ist, ist es an keiner Geländeformation gescheitert.

Zuletzt befuhr der BergePz 3 „Büffel“ die Szene. Zunächst zeigte er seine Funktionen und schob einige Erde vor sich her.

Dann kam es wieder zum Verladen eines Wiesel. Dazu wurde ein vorbereitetes Ladegeschirr bei einem der Wiesel 1 eingehakt und mit dem Kranausleger des Büffel angehoben. Kein Problem. Bei den ersten Vorstellungen konnten wir den Wiesel noch auf einen älteren MAN 5t verladen. Aber als dieser dann auch seinen Dienst versagte, fuhr der Büffel mit dem Wiesel am Haken durch die Gegend.

Wie schon gesagt, wenn dann noch etwas Zeit übrig blieb, konnten alle mit ihren Modellen frei fahren. Dabei wurden dann auch mal die Straßen der Trucker benutzt, wie diese auch unser Gelände und die Biberbrücke befuhren.

Auf den Tischen an der Absperrung hatten wir auch eine Reihe ansehnlicher Modelle ausgestellt.

Alex hatte eine riesige Wagenladung seiner Modelle im Maßstab 1:35 und 1:16 angeschleppt. Die alle aufzulisten würde Seiten füllen. Weitere zwei Tische waren anderen Modellen im M 1:16 vorbehalten. Auch hier eine Anzahl gut gebauter und auch fahrbereiter Modelle.

Auf der anderen Seite  unseres Platzes waren auf  Tischen drei verschiedene Halbkettenfahrzeuge aus dem WK 2 im M 1:10 ausgestellt.

Halbkettenfahrzeuge

Daran anschließend standen im M 1:8 die beiden Hotchkiss, die nun bald ihrer Fertigstellung entgegensehen. Weiterhin gab es die Baustelle eines Leopard 2A4 und ganz neu, noch im Anfangsstadium, das Modell der schweren Feldhaubitze M 110 als Selbstfahrlafette. Ein endlos langes Rohr!

War also ganz schön was los.

Unser Moderator Harry hat sich ordentlich abgerackert, um die Modelle dem Besuchern näher zu bringen.

Die drei Tage der Modellausstellung kann man wohl als gelungen bezeichnen. Die Leitung der Messe Sinsheim sieht das wohl auch so: Wir wurden eingeladen, im März 2007 in Sinsheim bei der Modellausstellung mitzumachen. Hoffentlich kommt eine Mannschaft zusammen.

Hier gibt es ein Fotoalbum von der Modellbau Bremen.

Foto Album

Klaus Wehler

 
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