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Bataillonsbiwak beim PzBtl
183 in Boostedt

Kaum waren die Jungs des
PzBtl 183 vom Auslandseinsatz zurück, wurde schon ein Biwak geplant und am 23.
Juni 2006 durchgeführt. Es sollte das letzte für dieses Panzerbataillon sein.
Es wird aufgelöst.
Die Reservistenarbeitsgemeinschaft
Militärmodellbau Celle/Munster war zum Mitmachen eingeladen. Diesmal stand allerdings
nicht nur eine Modellaussstellung auf dem Plan.
Einige Modelle im Maßstab
1:8 sollten bei der Vorführung einer
„richtigen“ Kampfhandlung mitwirken:
Ein Schützenpanzer Marder
und je ein Leopard 2A4 und Leopard 2A6 standen an der vordersten
Verteidigungslinie zur Aufklärung.


Dazu war ein entsprechendes Gelände mit
Fahrspuren und vorbereiteten Stellungen
angelegt worden. Im Erdreich waren Geräte zum Abschuß von Darstellungsmunition
und Feuer aus 2 cm – Kanonen vergraben worden.
Das Feindgebiet wurde als
teilweise bebautes Gebiet dargestellt: Es wurden maßstabsgerecht Häuser, Kirche
und Fabrikgelände aufgebaut.
Aus dieser Szene heraus
griff der Feind nun mit Panzern und Schützenpanzern an, die sofort durch die
eigenen Kräfte an der vordersten Linie bekämpft wurden.
Die Abschüsse der
Panzerkanonen und auch der 2 cm-Kanone des Marder wurden simuliert durch Zünden
der Knallkörper. Das war ja vielleicht ein Geballer. Die Treffer in den
Feindfahrzeugen wurden durch Knall und roten Rauch angezeigt.
Was den außerordentlichen
Reiz dieser Vorführung ausmachte ? Jeder Fahrer eines Modellpanzers hatte einen
erfahrenen „richtigen“ Panzerkommandanten an seiner Seite, der die
entsprechenden Funksprüche abgab, die über Lautsprecheranlage zu den Besuchern
übertragen wurden. In jeder Hinsicht authentisch.
Nun wurde vom Kompaniechef
Artillerieunterstützung angefordert. Dazu fuhren unsere Panzerhaubitze 2000 und
der LARS auf und richteten ihre Rohre auf den angreifenden Feind. Wieder setzte
ungeheures Ballern ein. In der Zwischenzeit hatten sich die eigenen Panzer auf
die weiter hinten vorbereiteten Stellungen zurückgezogen. Sobald das
Artilleriefeuer eingestellt war, fuhren die Panzer wieder in die alten
Stellungen nach vorne und nahmen den Kampf mit den verbliebenen Feindkräften
auf. Diesmal bekamen sie Unterstützung aus der Flanke von einem
Kanonenjagdpanzer und zwei Wieseln, TOW und MK 20.
Etwas abgesetzt von den
Kampffahrzeugen fuhren Fahrzeuge des Kompaniechefs – ein TPz Fuchs FuFü und ein
M 113 – mit.
Natürlich verlief das
Gefecht nicht so schnell, wie es hier dargestellt wurde. Es mußte mit den
Modellen noch einige Male präzise gefahren werden.
Die Herausforderung lag
darin, daß die „Fahrer“ auf einem Anhänger erhöht standen und die Modelle bis
zu einer Entfernung von 42 Metern zentimetergenau in die Stellungen und wieder
heraus und im Gelände auf den vorbereiteten Flächen zu fahren.
Natürlich haben wir das
Gefecht gewonnen und die „richtigen“ Panzerleute waren begeistert.
Leider mußte das Publikum
einen gehörigen Sicherheitsabstand von den Knallern halten, so daß
möglicherweise nicht viel zu sehen war.

Aber den Jungs von Bataillon
hat es gefallen und wir haben etwas gelernt.
Um den Besuchern nun doch
noch einiges von unseren Modellen zu zeigen, fuhren alle eingesetzten Fahrzeuge
und noch einige, die in Reserve gehalten waren, zu einem Schlußbild auf und
zeigten sich aus der Nähe, indem sie einige Runden fuhren.
Natürlich war auch im
gesamten Kasernenbereich etwas los. Verschiedene Stationen konnten von den
Besuchern angelaufen werden: Da wurde ein Checkpoint eingerichtet, eine
Operation wurde vorgeführt (militärisch, nicht medizinisch), das
Simulatorzentrum konnte besucht werden, eine Kinderbetreuung gab es und eine
Mitfahrgelegenheit in einem TPz Fuchs .
Und was war mit Leos?? Leider verfügte das Bataillon zu diesem
Zeitpunkt nur noch über einen einzigen Leo, der im Rahmen einer feierlichen
Handlung vor den Besuchern zur Bahnverladung gefahren wurde (schluchz). Und wech isser!!
Dadurch nahm die Stimmung
letzten Endes dann doch keinen Schaden.
Neben unserem Vorführgelände
war eine Zeltstadt im Karree aufgebaut worden, wo dann abends kräftig
gegessen, getrunken und gefeiert wurde.
Unterstützt wurde das Ganze
durch ein wunderbares Wetter, das auch den Aufenthalt im Freien am großen Feuer
gestattete.
Insgesamt ein gelungener
Tag.
Klaus Wehler
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