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Am Wochenende 14. und 15 Januar 2006 fand zum ersten Mal die Ausstellung
„Hobby und Modell“ in den Messehallen in Kassel statt.
Eigentlich vermeiden wir es ja, zu dieser Jahreszeit
für so weite Strecken auf die Piste zu gehen. Aber wir hatten eine
Verabredung mit dem Wettergott. Das Reisewetter war hervorragend. Gut,
es war A....kalt, aber trocken, sogar die Sonne schien.
Am Vortage hatten sich schon einige von uns in der Halle 3 eingefunden,
um das Gelände vorzubereiten und den Stand einzurichten. Der
gelieferte Mutterboden, aus dem wir das Gelände modellierten, war
diesmal sogar gesiebt, so daß sich weder Stein noch Wurzel darin
befanden. Allerdings war der Lehmanteil sehr hoch. Dadurch sezten sich
natürlich zunächst Ketten und Profile zu. Aber bald waren die
meist befahrenen Strecken hart wie Beton. Es fand sich dennoch immer
noch ein Fleckchen mit losem Boden, wenn einer mit seinem Modell mal so
richtig wühlen wollte

Wir hatten auch diesmal, wie schon zweimal zuvor in
Oldenburg, eine Gruppe Trucker (M 1:8) mit in die Halle genommen. Der
Platz war für alle ausreichend. Jede Gruppe nutzte auch die
Fläche der anderen. Wir kommen gut mit einander aus!! Die
Vorführzeiten waren abgesprochen, so daß für jeden
ausreichend Fahrzeit zur Verfügung stand. Auch zwischendurch
konnten einige dank der Frequenztafel immer mal fahren, ohne andere zu
stören. War richtig gut.

Wir hatten täglich drei feste Vorführtermine
angeboten, so daß die Zuschauer sich daran orientieren und
gezielt die Halle aufsuchen konnten. Das wurde auch in hohem Maße
angenommen. Die Leute standen immer dicht gedrängt am Zaun und
sahen fasziniert zu. Es gab dann auch Applaus.

Wir führten in bekannter Reihenfolge unsere Modelle vor. Beginnend mit dem Maßstab
1: 16 waren Tiger I, Tiger II, T 34/76, Leopard 2A6
und zwei TPZ Fuchs zu sehen. Wie immer mit ordentlich
Geräusch. Eigentlich schon Getöse.


Danach fuhren die Modelle im M 1:10 auf. Hier hatten wir
diesmal nicht die große Auswahl:Der Brückenleger Biber, in
etwas weiter fortgeschrittenem Baustadium als in Bremen, den
Bergepanzer Standart (feines Modell) und einen im Bau befindlichen
weiteren Bergepanzer Standart, der gelegentlich zum Rennpanzer mutierte.



Nun kamen die 1:8er an die Reihe. Den Reigen
eröffneten wie immer die drei Wiesel: Wiesel 1 TOW, Wiesel 1 MK 20
und Wiesel 2 Sanitätspanzer. Die drei schlugen sich trotz des
schweren Bodens ganz wacker. Natürlich lief auch mal – wie
im richtigen Leben – eine Kette ab. Aber das ist schon
routinemäßig schnell zu beheben gewesen.
Wiesel TOW Wiesel Sani 1:8
Den Wiesel folgten die beiden Schützenpanzer M 113
und Marder 1. Beide mit tollem Soundmodul ausgestattet, so daß
die Halle ganz schön dröhnte. Der Marder fuhr zudem noch mit
einer Abgasfahne durch das Gelände. Es wurden wirklich keine
Steigungen ausgelassen.
Marder 1A1 1:8
MTW 113 1:8
In das Gelände hatten wir eine Biberbrücke (M
1:8) eingebaut, die auch reichlich benutzt wurde. Nicht nur das
Überqueren der Brücke forderte einige Geschicklichkeit des
Fahrers, sondern auch die reichlich steilen Auffahrrampen, von denen
eine sogar nur in Kurvenfahrt zu benutzen war. Das hat mal richtig
Spaß gemacht, forderte aber reichlich Konzentration.
Leopard 2A6 1:8
Nachdem die MTW ihre Fahrkünste bewiesen hatten,
kamen ein Kanonenjagdpanzer und ein TPZ Fuchs zu Einsatz. Der
Kanonenjagdpanzer ist inzwischen fertiggestellt, aber noch nicht mit
Tarnfarbe versehen. Eigentlich auch nicht schlecht, da konnte man die
vielen selbst gefertigten Zurüstteile gut erkennen. Natürlich
ist der ganze Panzer Stück für Stück selbst gebaut. Mit
seiner Kanone beteiligte sich der Kanonenjagdpanzer an der Knallerei
und war in der Lage, mit seinem starken Schießscheinwerfer das
Gefechtsfeld auszuleuchten. Der Fuchs ist in der Zwischenzeit neu
verkabelt worden, was ihm sichtlich gut bekommen ist. Er fuhr über
das hügelige Gelände wie über eine Straße. Nur
schwimmen konnte er diesmal mangels Wasserbecken nicht.
Kanonenjagdpanzer 1:8
Fuchs 1:8
Diesmal hatten wir zwei Panzerhaubitzen 2000 dabei (eine
allerdings im M 1:7), die wir gemeinsam vorführten. Natürlich
mit Schußsimulation.
Panzerhaubitze 2000
Mit Geknalle machte auch der LARS auf sich aufmerksam,
der sich dank Allradantrieb ebenfalls durch das Gelände in seine
Stellung kämpfte.
Lars 1:8
Irgendwann brummte auch der Motor des Leopard 2A6. Das
Modell schob sich gemächlich über Gelände
und Brücke und zeigte seine Möglichkeiten.
Leopard 2A6 1:8
Zuletzt legte der Bergepanzer 3
„Büffel“ los. Zunächst schob er Erde zu einer
Stellung aus und demonstrierte damit seine Kraft. Dann führte er
zusammen mit dem MAN 15t und einem Wiesel das Verladen vor. Angenommene
Lage war, daß der Wiesel defekt war und zur Instandsetztung
bebracht werden mußte. Das Verladen wurde mittels Ausleger des
Büffel vorgenommen, der den Wiesel mit Ladegeschirr mühelos
auf die Ladefläche des MAN hob.
Büffel 1:8
Büffel bei der Verladung des Wiesel
Der MAN 5t, der sonst auch immer zum Einsatz kam, diente diesmal nur als gelegentliche Anhängelast für den MAN 15t.
Als letztes Modell konnten wir einen toll gebauten Leopard 2A5 im
Maßpstab 1:7 vorführen. Auch der mit ordentlichem Gebrumm.
Leider konnte er später nur noch dekorativ herumstehen, weil sich
ein Getriebeschaden eingestellt hatte. So spielt das Leben.
Leopard 2A5 mit Kommandanten und einer Kiste Krombacher.
Leopard 2A5 1:8
Auf den Tischen an der Absperrung hatten wir wieder eine
Menge Standmodelle oder solche, die noch im Bau befindlich sind,
ausgestellt. Alex und Jenny hatten zwei Tische brechend voll mit
selbstgebauten oder umgebauten Modellen in den Maßstäben
1:35, 1:25 und 1:16, teilweise mit RC-Betrieb.
Modelle im Maßstab 1:32 bis 1:16
Dann gab es noch den Brückenleger Biber im
Maßstab 1:10, der ein Brückenteil schon mal ausgefahren
hatte. Im Maßstab 1:8 gab es die schon auf Ketten stehende
Unterwanne eines
Leopard 2A4, die Unterwanne eines HS 30, den Lkw Oskosh, zwei Hotchkiss
in den Versionen Beobachtungspanzer und Schützenpanzer kurz mit MK
20 im Drehturm, die ewigen Baustellen des Bergepanzer Standart und im
Maßstab 1:7 die Wanne des Bergepanzer 3 „Büffel“.
Modelle im Bau
Am Rande des Fahrgeländes hatten wir im M 1:16
einen kleinen Kasernenhof, der mit einem Metallzaun umgeben war,
aufgebaut. Innen befand sich ein Wachgebäude. Über den Platz
verteilt standen ein Fuchs, ein Wolf und auf einer abgelegten
Biberbrücke ein Unimog. Das Kasernentor war mit einem
Schilderhäuschen und einer Schranke ausgestattet.
Kasernenhof im Maßstab 1:16


Wir hatten auch diesmal einen „Kinderpanzer“
dabei, mit dem die Kinder den Panzerführerschein für
Modellpanzer erwerben konnten. Leider ist es ja so, daß diese
Teile kein Stehvermögen haben. Schade, trotz neuen Getriebes
mußte der Panzer, diesmal ein Abrams im M 1:12, irgendwann stehen
bleiben.
Als Attraktion hatten wir erstmalig einen Kasten mit dem eingebauten
Winkelspielgel eines M 113 für die Besucher aufgestellt. Damit
konnten sie das Gelände beobachten. Für viele eine neue
Erfahrung, bei einigen kamen alte Erinnerungen hoch.Zu erwähnen
sei noch, daß wir auf dem Gelände diesmal auch eine Bahn im
Maßstab 1:8 dabei hatten. Es waren zwei vierachsige Dieselloks
(hier mit E-Antrieb), die einige Waggons hinter sich her zogen, auf
denen Kinder sitzen konnten. Mit unserem Einverständnis hatten die
Bahner ein Abzweiggleis in unser Gelände gelegt, so daß wir
auch einige Modelle auf einen eigens dafür angefertigten
Flachbettwaggon verladen konnten. Die wurden dann duch die ganze Halle
gefahren.



Gelegentlich kam auch der eine oder andere Trucker mit
seinem Lkw mit Aufliegerpritsche oder einem Tieflader vorbei und
transportierte das eine oder andere unserer Modelle. Natürlich
wurde artgerecht über Rampen verladen!


Mit der Bahn hatten wir zu Ende der Veranstaltung noch
unseren Spaß. Zunächst zog eine Lok zwei Waggons voller
RAG-Mitglieder durch die Halle. Allerdings legte das Relais nach der
dritten Runde eine Pause ein. Nachdem es abgekühlt war, wurden
eine zweite Lok davorgespannt (sinnigersweise mit der Aufschrift
„RAG“), und ein weiterer Waggon hinten angehängt.
Besetzt wurde das Gespann mit allen anwesenden RAG-Mitgliedern, so
daß letztendlich mit den beiden Lokführern 17 Personen
transporttiert werden mußten. Aus Platzmangel mußten Jenny
und Ingo je auf einer der Loks reiten. So einen Betriebsausflug hat es
noch nicht gegeben. War eine Riesengaudi.

Bleibt noch anzumerken, daß das Publikum –
wie eigentlich immer und überall – von den Exponaten und den
Vorführungen begeistert war.
Wir sind im nächsten Jahr in Kassel bestimmt wieder dabei
Klaus Wehler
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