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Zum Abschluß des Veranstaltungsjahres wirkte die
RAG Militärmodellbau Celle/Munster Mitte November an der
über drei Tage dauernden Euro Modell in Bremen mit.
Die weniger guten Tatsachen zuerst: Wir waren in einer Halle am A...
der Welt untergebracht und hatten einige dicke Betonpfeiler in unserem
Gelände.
Allerdings hatte sich der Veranstalter wohl seine Gedanken
gemacht, warum er uns so weit hinten untergebracht hatte: Die
ständige Kokurrenz der Funkbetreiber in den Hallen. So waren wir
in der Lage, ohne Rücksicht auf andere Aussteller mit RC-Modellen
nehmen zu müssen, jederzeit und so lange zu fahren, wie wir
wollten. Haben wir dann auch voll ausgenutzt.

Aber von Anfang an:
Am Donnerstag trafen sich einige Mitglieder der RAG, um den Stand
einzurichten und das Gelände zu modellieren. Mutterboden war
genügend vorhanden. Und er war sogar mit einiger Voraussicht in
mehreren kleinen Hügeln abgekippt worden, so daß wir ihn nur
noch flächig verteilen mußten.
An einer Ecke, so daß möglichst viele Besucher sie sehen
konnten, hatten wir eine Brücke eingebaut. Ansonsten waren leichte
Hügel, eine „Straße“ und eine Wellenbahn
(Donauwellen) angelegt worden. Alles wurde mit etwas Grünzeug
dekoriert.
In der Mitte des Areals war eine Stelle frei von Erde gelassen worden,
so daß die Besucher die Modelle auch in „ruhiger“
Fahrt beobachten konnten. Leider hatte der Hallenmeister darauf
bestanden, seinen kostbaren Steinfußboden mit Plastikplane zu
schützen, so daß die „Dicken“ beim Drehen
die Folie immer neu drapierten. Na ja, haben wir alles hingekriegt.
Später, als einige Erde und Staub auf der Folie lagen (von den
Ketten abgefallen), ging es ganz gut.Wir hatten täglich drei feste
Vorführungen eingeplant. Nach unserem neuen Konzept begannen wir
mit den kleinsten Modellen und steigerten uns dann im Maßstab.
Über allem schwebte, an einen Bindfaden gefesselt,
der Hubi Bell UH1D. Ihn fliegen zu lassen, war diesmal doch nicht
möglich. Einerseits vom Platzangebot her (Pfeiler). Andererseits
hätte er uns in Sekundenschnelle komplett eingestaubt. So wurde er
zur ständigen Luftraumüberwachung eingesetzt.

Begonnen wurde mit der Vorführung eines Modells im
M 1:35, das munter alle Hürden nahm, bis Achim irgendwann mit
seinen großen Füßen den Weg kreuzte. Aber Alex, der
seine 1:35er Modelle vor den Augen der Besucher präparierte,
bekommt das Teil schon wieder hin.
Hier ist das Video zu sehen
Danach wurden einige Modelle im M 1:16 auf die Piste
geschickt. Das gab es natürlich die bekannten Modelle des Tiger I
und Tiger II, den Pershing und den Sherman sowie den Leopard 1A4,
aber auch - mit einiger Eigenarbeit daran – den T 34
und das Sturmgeschütz SU 85. Die meisten dieser Modelle sind ja
mit einem Soudmodul versehen, das einen gehörigen Lärm
verursacht.
Spätestens jetzt hatten auch die letzten Besucher
bemerkt, was da hinten los ist. Allerdings konnten sie sich dann nur
noch in die vierte oder fünfte Reihe stellen. War ganz schön
was los!
Hier ist das Video zu sehen
Nachdem sich die 1:16er ausgetobt hatten, belebten die
1:10er die Piste. Da röhrte der Leopard 2A6 los und fuhr mit einem
Tempo durch das Gelände, das eine Besatzung im richtigen Leben
garantiert ins Krankenhaus gebracht hätte. Aber das zeigt, was
diese Modelle leisten.

Mit dem Leo versuchte sich ein im Bau befindlicher
Brückenlegepanzer Biber mit einer Probefahrt.Ging anfangs auch
gut. Irgendwann mußte dann doch mal die Inst ran: Motorwechsel,
Getriebewechsel. Wie das eben so ist bei einem Neubau.

Später kam noch ein ebenfalls im Bau befindlicher
BergePz 2 dazu. Sagenhaft gefedert, das Teil. Nahm die
Bodenunebenheiten ohne Mucken.
Nun waren die 1:8er Modelle am Zuge. Den Reigen
eröffneten die drei Wiesel: Wiesel 1 MK 20, Wiesel 1 TOW und
Wiesel 2 San. Die kleinen Fltzer hatten manche Schwierigkeit im
Gelände und warfen manchmal die Kette, haben sich aber insgesamt
gut geschlagen.


Danach brummten die Schützenpanzer: M 113 und
Marder. Beide Modelle nahmen das Gelände ohne Schwierigkeiten,
wobei der Marder besonders hervorgehoben werden muß: Ein Super
Modell. Toll gebaut, perfekt in der Farbgebung, unschlagbar im
Fahrverhalten. Motorsuond und Abgas vom Feinsten!
Hier ist das Video zu sehen
Hier ist das Video zu sehen
Den MTW folgte der SpähPz Luchs, der zunächst
sämtliche Hürden und auch die Rampe zur Brücke ohne
Probleme nahm. Allerdings verabschiedeten sich allmählich die
Planeten an den Achsen, so daß nach und nach eine Achse
nach der anderen ausfiel. Nun hat er ja genügend Achsen zur
Verfügung. Aber mit nur einer angetriebenen Achse ist es mit der
Geländegängigkeit dann auch nicht mehr so.
Hier ist das Video zu sehen
Na, da bekommt er bald neue Zahnräder spendiert und ist wieder pistentauglich.
Nun wurde es mal wieder richtig laut: Die PzHaubitze 2000 und der LARS
suchten sich ihre Stellungen im Gelände und gaben –
nach Ankündigung – einige Schüsse ab (9 mm
Knallpatronen).
Hier ist das Video zu sehen
Hier ist das Video zu sehen
War sehr eiundrucksvoll, die Mündungsfeuer zu sehen. Ja, und
schön laut geknallt hat es auch. Nach dem Feuerüberfall
setzten sich nacheinander ein Leopard 2A4 und ein Leopard 2A6 in
Bewegung und pflügten durch das Gelände. Der Leo 2A4
knallte auch einge Male, aber die Lampen blieben trotzdem an der Decke!
Hier ist das Video zu sehen
Hier ist das Video zu sehen
Als krönenden Abschluß zeigten wir dann eine
Berge- und Verladeübung: Ein Wiesel war im Gelände liegen
geblieben und mußte in die Werkstatt bebracht werden. Dazu begab
sich der BergePz 3 „Büffel“ zum Patienten und nahm ihn
mit einem Hebegeschirr auf den Haken. Dann wurde er wahlweise auf einen
MAN 5t oder einen MAN 15t verladen und durch die Gegend
geschaukelt Hat natürlich etwas länger gedauert, als es
hier dargestellt ist.
Hier ist das Video zu sehen
Nach diesen Vorführungen, die manchmal bis zu einer
Stunde dauerten, konnte frei gefahren werden, was auch weidlich
ausgenutzt wurde. Später kamen auch einige Gastfahrer dazu.Diese
Zeit wurde auch genutzt, um mal wieder einige Kinder mit unseren
„Kinderpanzer“ im M 1:16 fahren zu lassen und ihnen dann
einen Modellpanzerführerschein auszuhändigen. Meist hat sich
Jenny um diese Kinder bemüht, während Achim mit dem Verkauf
von CD mit Bildern und Videoclips unserer Modelle beschäftigt war.

Diese CD verkaufen wir ja fast zum Selbstkostenpreis,
wobei ein Euro an die Deutsche Kinderkrebshilfe geht. Wir konnten
unseren seit Ende September gesammelten Betrag auf stolze 273
Euro anheben. Und bis zum nächsten September zur Übergabe ist
noch viel Zeit zum Sammeln.
Nicht zu vergessen, daß die Moderation diesmal von Harry
vorgenommen wurde, der seine freiwillig übernommene Aufgabe mit
Bravour meisterte. Gut gemacht, Harry!

Natürlich hatten wir auch eine Menge Standmodelle oder im Bau befindliche Modelle ausgestellt.
Da gab es im M 1:35 einige Modelle aus der Packung gebaut und
umgerüstet auf RC-Betrieb!! Im M 1:16 sind besonders herauszuheben
der Eigenbau des SdKfz 251 (mittl. SchPz) oder der Umbau des Tiger II
zum Jagdtiger und der Umbau von T 34 in RC-Modelle, einer davon als
Sturmgeschütz.


Im Maßstab 1:8 hatten wir einige Baustellen dabei:
Der BergePz 2 befindet sich schon im fortgeschritenen Stadium. Er
bewegt sich inzwischen und die Hydraulik kann schon Stützschaufel
und Kran bewegen. Ansonsten standen auf den Tischen der Lkw Oskosh, der
Marder und zwei Versionen des SchPz Hotchkiss. Ein im Bau befindlicher
BergePz 3 „Büffel“ im M 1:7 war ebenfalls
zu sehen.
Als Bilanz bleibt, daß diese letzte Veranstaltung
des Jahres eine der besten war, die wir in letzter Zeit
durchgeführt haben. Es traten nur wenige Schäden an den
Modellen auf und die Stimmung unter den Mitgliedern der RAG war bestens!
Jetzt richtet sich unsere Aufmerksamkeit schon auf das nächste Jahr. Da haben wir auch schon wieder einiges im Rohr.
Klaus Wehler
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