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Wie vielen anderen aus der RAG wusste auch ich zu Beginn
der Veranstaltung nicht genau wo Torgelow genau liegt. Um meinen
Wissensdurst zu stillen habe ich einmal nachgeschaut.
Nun Torgelow liegt in der Nähe von Parsewalk kurz
vor der polnischen Grenze. Für die Mitglieder der RAG, die an dem
Event teilgenommen haben, war dieses Mal enormes Sitzfleisch und viel
Geduld ausschlaggebend. Zu mindest bei der doch sehr langen Fahrt! Aber
nun von Anfang an………..

Wir trafen uns am Freitagmorgen, vor unserem Vereinshaus
in der Kaserne in Celle, wo schon die Fahrzeuge der Bundeswehr auf uns
warteten. Die Mitglieder trafen nach und nach ein, sodass wir
zügig mit der Beladung des LKWs beginnen konnten.
Da die Modellvielfalt dieses Mal doch sehr
umfangreich war, hatten wir einige Probleme auch alles sicher zu
verstauen. Besonders die Modelle die nicht in einer Kiste transportiert
wurden, mussten umfangreich gesichert werden. Trotz des
Einfallsreichtums einiger Mitglieder, konnten wir nicht alle Modelle im
LKW unterbringen, und mussten einiges in den anderen Fahrzeugen
verstauen. So machten wir uns etwa gegen 11:00 Uhr auf den Weg.
Die Fahrt war sehr beschwerlich und von einigen Staus
geprägt. Sodass wir etwa gegen 19:00 Uhr in der Kaserne in
Torgelow ankamen. Der Spies der Einheit warte schon ganz ungeduldig auf
uns, zeigte uns schnell die Unterbringung und lud uns dann zu einem
Biwak ein. Jeder bekam einen Gutschein für eine Wurst und ein
Steak. Dazu wurde ausreichend Salat und andere Beilagen gereicht.
Durch die doch sehr lange Fahrt wurden viele von uns
nicht besonders alt auf der Veranstaltung. Schnell zogen wir uns nach
der Rede des Kdr’s zurück auf unsere Stuben. Einige wollten
auch noch die Zeit für einen kleinen Spaziergang nutzen und
schauten sich schon mal die bereits aufgestellten Exponate der
Bundeswehr an.
Da stand ein TPz1 Fuchs „FuFue“, ein Leopard
2A5, Leopard 2A6, Bergepanzer“Standart“, M113
„FuFue“, Marder und ein MAN 15t.



Am nächsten Morgen und der Einnahme eines guten
Frühstücks konnten wir beginnen den LKW auszuladen. Zum
Glück hatten wir keine Schäden an den Modellen zu beklagen
und konnten dann schnell unseren Stand aufbauen.
Dazu stellte die Einheit uns etliche Tische zur
Verfügung. Nur wurden leider die dazugehörigen Stühle
vergessen, sodass viele der Mitglieder die ganze Veranstaltung
über stehen mussten. Wir positionierten unsere Modelle so, dass
eigentlich alles für die Zuschauer gut einsehbar war. In der Mitte
unseres abgesperrten Bereichs hatten wir ausreichen Platz, um unsere
Modelle auch zu bewegen.
Über ein eigens von uns gestaltetes Gelände
konnten wir dieses Mal nicht verfügen. So konnten wir die Modelle
nicht im Gelände präsentieren. Stattdessen mussten wir uns
mit dem Fahren auf der Platte begnügen.



Da die Bundeswehr uns nicht in den Ablaufplan der
Veranstaltung eingebunden hatte, konnten wir eigentlich immer fahren.
Auf eine Präsentation unserer Modelle mit einer Moderation konnte
deswegen verzichtet werden. Stattdessen wurde gefahren was das Zeug
hielt.
Ich kann sagen wir standen den Originalen in nichts
nach! Zu den Modellen die während dieses Events zum Einsatz kamen
gehörten: Panzerhaubitze 2000 1:8, Büffel 1:8, Leopard 2A6
1:8 alle 3 Wiesel-Varianten (Tow, MK20 und SAN), Luchs 1:8, Fuchs 1:8,
MARS 1:8, MAN 5t 1:8, Leopard 2A6 1:10, Leopard 2A4 1:10, Bergepanzer
„Standart“ 1:10, Fuchs 1:15 und weitere 1:16 Modelle.
Besonders möchte ich die Jungfernfahrt von Ralfs
Bergepanzer „Standart“ 1:8 herausheben. Das Modell konnte
zum ersten mal den Besuchern präsentiert werden. Auch der
Büffel zeigte wieder was er kann. Mehrere Verlade- und
Bergeübungen konnten den Interessierten gezeigt werden. Als
Highlight muss man hier wohl die Verladeübung mit dem Wiesel
nennen. Auch die Panzerhaubitze 2000 wurde von diversen Besuchern
bestaunt.
Das interessanteste Modell war dieses Mal wohl ganz
offensichtlich der Leopard 2A6 von Klaus. Er musste diverse Male sein
beeindruckendes Modell zeigen und präsentieren. Selbst der
Kommandeur der Einheit zeigte sich sehr an dem Schwergewicht
interessiert.



Auch die Bundeswehr hatte für die zahlreichen
Besucher einige Möglichkeiten bereitgestellt. So konnte man in den
Leopard 2A5 einsteigen und mitfahren. Auch eine dynamische Heeresschau
wurde gezeigt. Dabei wurde den Besuchern ein kleines Szenario
dargeboten.
Als erstes betraten 2 Wölfe den Schauplatz die das
Gelände simuliert aufklärten. Nachdem ein simulierter
Panzerverband aufgeklärt wurde, kamen 2 Leopard 2A6 zum Einsatz
welche durch den Einsatz ihres DARKAS Schüsse simulierten. Dabei
wurde ein Kampfpanzer beschädigt, was durch den Einsatz von gelben
Rauch dargestellt wurde. Nun betrat der Bergepanzer
„Büffel“ den Schauplatz und zog den beschädigten
Panzer vom Schlachtfeld. Danach zeigte die Besatzung durch das
„ziehen des Motors“ was Sie kann. Das komplette Ausbauen
und ziehen des Motors dauerte nicht mehr als 12 Minuten. Starke
Leistung.



Auch die bereits am Vortag bereitgestellten Panzer
konnten von den Besuchern besichtigt werden.Fast alle Mitglieder der
RAG nutzten die Möglichkeit um etliche Fotos von Details zu
machen. Auch das Mitfahren wurde von den Mitgliedern gern genutzt.

Ganz besonders möchte ich hier aber die Betreuung
der Kinder herausheben. Jennifer Auf der Heide hat sich den ganzen Tag
mit den Kindern beschäftigt, die gern bei uns einen
Panzerführerschein machen wollten. Mit viel Geduld und technischem
Verstand brachte Sie den „Kleinen“ das Panzerfahren
näher. Weiter so Jenny!!!!!!!!!

Gegen 15:00 Uhr war das Event auch schon beendet. Und
wir konnten beginnen unsere Modelle wieder einzupacken. Dieses mal
klappte das Verladen jedoch besser als am Vortag und wir konnten dann
relativ zügig unsere Modelle verstauen.

Zum würdevollen Ausklang des Tages, gingen wir ins
örtliche Soldatenheim. Dort konnten wir endlich was richtiges
essen, denn die Erbsensuppe, die die Bundeswehr mittags durch mobile
Feldküchen servierte, war nicht jedermanns Sache.

Am nächsten Tag fuhren wir dann wieder, nach dem
Frühstück, zurück nach Celle. Die Rückfahrt dauerte
aber nicht so lange wie die Hinfahrt, da wir dieses Mal einen anderen
Weg nehmen durften und auch sonst keine Staus zu verzeichnen waren.
Fazit: Ein rundum gelungenes Wochenende, welches durch eine schlechte Unterkunft getrübt wurde.
Auch nahm es die Einheit nicht immer so genau mit Absprachen und Klaus
musste improvisieren. Dennoch war die Veranstaltung gut, wenn auch
nicht sehr gut besucht. Was aber eindeutig mit der geographischen Lage
des PzBtl 413 zu tun hat.
Andreas Behrens
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