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Die RAG Militärmodellbau Celle/Munster hat Geburtstag
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Am 16. Februar 2007 ist die RAG Militärmodellbau
Celle/Munster fünf Jahre alt.
Eigentlich noch kein Alter,
sollte man meinen.
Aber in diesen fünf Jahren
haben wir schon einiges hinter uns gebracht.
Wie immer und überall war
der Anfang nicht leicht.
Zunächst war mal war der
Kommandeur des PzBtl 334 „Celle“ der „Freiherr-von-Fritsch-Kaserne“ in Scheuen
davon zu überzeugen, daß er uns haben wollte. Aber wir hatten uns freundlich
gesinnte Unterstützer, so daß wir bald unsere Vereinsräume beziehen konnten.
Von Anfang an haben wir dann
mit dem Besuch von Veranstaltungen – die erste schon im April – losgelegt.
Erfreulicherweise stieg die
Mitgliederzahl stetig an. Natürlich waren darunter auch viele, denen es nur auf
die Mitgliedschaft ankam und die wegen großer Entfernungen nicht oder selten an
Veranstaltungen teilnehmen konnten. Aber es hat sich dann doch, wie es immer in
Vereinen ist, ein harter Kern herausgebildet, der nach Möglichkeit teilnimmt.
Dazu kommen noch einige, die sporadisch teilnehmen können, so daß eigenlich zu
jeder Veranstaltung eine erfreuliche große Anzahl von Mitgliedern mit ihren
Modellen vertreten ist. Deshalb ist auch das große Engagement hervorzuheben,
weil ja die RAG-Mitglieder verstreut im Bundesgebiet wohnen und meist lange
Anfahrtwege haben.
Zunächst dominierten die
Veranstaltungen bei der Bundeswehr, Modellbaumessen kamen in zweiter Linie. Das
hat sich durch die Reformen bei der Bundeswehr nun etwas verschoben. Es gibt ja
nur noch wenige Panzerbataillone und andere Einheiten, die einen „Tag der
offenen Tür“ oder andere Veranstaltungen durchführen. Aber immerhin, es gibt
sie doch noch ein paar Mal im Jahr.
Dafür hat sich die Teilnahme an
Modellbaumessen in den Vordergrund geschoben. Immerhin kommen so pro Jahr im
Schnitt 20 Veranstaltungen zustande. Da kommt man ganz schön rum.
Hervorzuheben ist unter all den
großen Veranstaltungen unsere Aktivität im Deutschen Panzermuseum in Munster.
Dort sind wir inzwischen gern gesehene Gäste, gehören fast schon zum Inventar.
Wir nehmen nicht nur an der jährlich zu Pfingsten stattfindenden
Modellbauausstellung teil, bei der wir auch mehrmals täglich unsere Modelle auf
einem von uns angelegten großen Gelände vorführen, sondern führen auch mehrmals
im Jahr auf eben diesem Gelände Aktionstage durch, zu denen auch Gäste mit
ihren Modellen willkommen sind.
Dadurch hat sich natürlich
auch unser Bekanntheitsgrad immer mehr erhöht.
Bei unseren Modellen, die ja
alle im Besitz des jeweiligen Modellbaufreundes sind, gibt es eine bunte
Vielfalt. Von Anfang an hatten wir beschlossen, daß bei uns Modelle aller
Maßstäbe und Epochen gezeigt werden. Und das gilt auch weiterhin.
In den Maßstäben 1:76 und 1:35
sind es meist Standmodelle, teilweise auch in Dioramen, aber auch einige
RC-Modelle. Im Maßstab 1:16 und denen darüber sind natürlich fast alle Modelle
fahrbereit, denn das ist bei Veranstaltungen die halbe Miete und bringt ja auch
den Spaß. Überall wo es brummt und sich etwas bewegt, sind die Leute interessiert.
Die Modellbauerei gestaltet
sich im Verein ganz unterschiedlich: Da geht es von selbst gekauft bis selbst
gebaut, je nach Fähigkeit und Möglichkeit des Modellbauers. Aber selbst ein
Modell, das als Bausatz angeschafft ist oder gar ein fertig gekauftes Modell,
läßt noch eine Menge Bastelarbeit zu. Leider ist es ja so, daß nicht jeder
Modellbauer über Maschinen und die Fähigkeit, sie zu bedienen, verfügt. Aber
durch die gute Verständigung untereinander klappt es immer wieder, daß bei
Problemen Hilfe gegeben wird.
Überhaupt ist festzustellen,
daß das Klima unter den Vereinsmitgliedern sehr gut ist. Anfangs – so muß man
fairerweise zugeben – gab es einige Hakeleien. So ist das, wenn etwas neu ist.
Aber inzwischen hat man sich kennengelernt, kennt die Eigenarten des anderen
und kommt gut miteinader aus.
Von Anfang an verfügte der
Verein über eine Internetseite, die bis heute zu einer respektablen Seite
ausgebaut worden ist und überaus regen Zuspruch findet. Dafür muß mal den
verschiedenen Webmastern Harald, Carsten und Gerhard, die alle einen nicht
geringen Anteil am Entstehen oder dem Ausbau hatten oder noch haben, großer
Dank ausgesprochen werden!
Ich denke mal, wir werden
auf dieser Schiene weitermachen.
Klaus Wehler
Wer wir sind und was wir machen
Im Februar 2002 fanden sich
einige engagierte Militärmodellbauer in der Freiherr-von-Fritsch-Kaserne in Celle-Scheuen
zusammen und gründeten die
ReservistenArbeitsGemeinschaft
Militärmodellbau
Inzwischen ist die Mitgliederzahl kontinuierlich
angestiegen.
Die Mitglieder kommen aus dem gesamten Bundesgebiet
zusammen. Trotz der zum Teil großen Entfernungen findet eine gute und rege Vereinsarbeit statt.
Gemeinsames Ziel ist das Bauen von Militärfahrzeugmodellen
aller Epochen in allen Maßstäben, die weitgehend Funktionsmodelle sind.
Allerdings arbeitet jeder Bastler in der Regel zu Hause im
eigenen Hobbyraum.
Dabei handelt es sich um Modelle von Fahrzeugen aus dem 2.
Weltkrieg, vor allem jedoch aus der Bundeswehr. Einige Fahrzeuge anderer
Nationen gibt es auch.
Bei den großen Funktionsmodellen kommen die Maßstäbe 1:16
bis 1:5 zur Anwendung, wobei die Maßstäbe 1:10 und 1:8 am häufigsten verwendet
werden. Da kommt es schon einmal vor, dass ein Modell im fahrbaren Zustand 80 kg
wiegt.
Im Maßstab 1:5 wiegt ein Modell sogar 230 kg!
Weil es auf dem Markt außer vielleicht den Elektronikteilen
kaum vorgefertigte Teile für die Modelle gibt, ist der Hobbymodellbauer auf
seine eigenen Fähigkeiten oder die seiner Kameraden aus der RAG angewiesen. Und
das klappt auch.
Natürlich kann bei Außenstehenden der Gedanke “Große Jungs,
große Spielzeuge“ entstehen. Aber es ist viel mehr als das. Es ist eben
faszinierend, die Technik der Originale in fast allen Funktionen nachzubauen.
Modelle in kleinerem Maßstab können natürlich auch selbst
hergestellt werden. Aber hier ist das Angebot auf dem Modellsektor größer. Um
so kniffliger und dadurch interessanter ist es aber, diese kleinen Modelle in
den Maßstäben 1:35 und 1:72 auch mit einer RC-Anlage zu versehen und fahren zu
lassen!
Die RAG Militärmodellbau ist bei der
Reservistenkameradschaft Munster im Verband der Reservisten der Deutschen
Bundeswehr angesiedelt und hat sich die Pflege der Kameradschaft zum Ziel
gesetzt, aber auch das Vorzeigen und Vorführen der Modelle in all ihren
Funktionen in der Öffentlichkeit. Auf Einladung der Bundeswehr und anderer
Institutionen oder bei Modellmessen werden Ausstellungen und Fahrübungen
durchgeführt, die zeigen, dass die Modelle ihren großen Brüdern kaum in etwas
nachstehen.
Selbstverständlich sind die Modelle nicht für den scharfen
Schuss ausgerüstet. Aber knallen können vereinzelte Modelle schon. Allerdings lehnen wir unkontrolliertes
Geballer ab.
Im Deutschen Panzermuseum in Munster haben wir uns ein
ca.780 qm großes Modellgelände mit Teich und Sumpf angelegt, auf dem wir
mehrmals im Jahr – auch mit Gästen – unsere Modelle präsentieren.
Während unserer Abwesenheit stellt das Modellgelände eine
historische Schießbahn dar.
Bei den Ausstellungen und Vorführungen repräsentiert die RAG
Militärmodellbau gleichzeitig die Arbeit des Reservistenverbandes in der
Öffentlichkeit. Dabei tragen die RAG-Mitglieder schwarze Overalls, um so u.a.
ihre Verbundenheit mit der Panzertruppe zu dokumentieren.
Die RAG Militärmodellbau trifft sich jeden ersten Samstag im
Monat ab 10.00 Uhr in ihrem Vereinsraum im Block 38 der Immelmann-Kaserne im
Celle-Wietzenbruch. Interessierte Modellbauer jeden Maßstabs sind als
Mitglieder oder Besucher herzlich willkommen.
Das Treffen klappt nicht immer, weil häufig Veranstaltungen
parallel stattfinden. Vorher anrufen.
Kontakt: RAG-Leiter
Klaus Wehler, Tel.: 05141 909936,
E-mail: k.wehler@t-online.de
Internet:
www.rag-modellbau.de

Die
Reservistenarbeitsgemeinschaft Miltärmodellbau ist umgezogen.
Schon lange schwebte es
über der RAG: Die Reform der Bundeswehr könnte uns „wohnungslos“ machen.
Und schon lange bevor bekannt
wurde, daß auch das PzBtl 334 „Celle“ ein Opfer der Reform werden würde,
begaben wir uns auf die Suche. Was lag dabei näher, als bei den „Nachbarn“
anzuklopfen, dem Heeresfliegerausbildungszentrum C in der Immelmann-Kaserne auf
dem Fliegerhorst Wietzenbruch im Süden von Celle. Natürlich war die Suche nach
geeigneten Räumen langwierig und mühsam, aber endlich doch erfolgreich.
Beim
Heeresfliegerausbildungszentrum C gibt es die Bell UH1D und (noch) den PAH Bo
105. Gelegentlich kommt ein Tiger zu Besuch.
Daneben werden Kraftfahrer
ausgebildet. Insgesamt wurde das Zentrum personell aufgestockt. Um so
erfreulicher ist es, daß der Kommandeur uns aufgenommen hat.
Da das PzBtl 334 „Celle“ bis zum
Juni die Kaserne aufgeben wird, wollten wir nicht so lange warten und sind nun
am 25. März umgezogen.
Weil sich im Laufe der Jahre doch
eine Menge Krempel neben den Modellen angesammelt hat, genügte es nicht, eben
mal mit einigen Pkw hin und her zu fahren. Wir haben uns einen Kastenwagen
geliehen, in dem wir mit drei Fahrten alles rüber geschafft haben.
Am Umzugstage hatten sich 15 Vereinsmitglieder
eingefunden, aus denen wir zwei Mannschaften bildeten. Eine Gruppe lud in
Scheuen ein, die andere in Wietzenbruch aus. Die jeweiligen Pausen wurden dazu
genutzt, schon mal das eine oder andere Möbel an seinen vorgesehenen Ort zu bringen.
In Wietzenbruch verfügen wir in
Hochparterre (3 Stufen) über einen großen Raum, in den wir Tische und Regale
stellten, auf denen Modelle und Gerät gelagert werden. Hier kann auch montiert
werden.
Zwei Treppen höher haben wir drei
kleinere miteinander verbundene Räume, von denen zwei mit insgesamt 10 Betten
ausgestattet werden und der dritte mit Tisch, Stühlen, Vitrine, Regal und
FS-Gerät zum Abspielen unserer CD. Toiletten, Dusche und Teeküche befinden sich
ebenfalls auf diesem Flur, so daß es uns an nichts mangelt.
In dem großen Lichthof im
Treppenhaus haben wir weitere Tische und Stühle aufgestellt, so daß wir hier
über einen Versammlungs- raum verfügen,
in dem sich mindestens 25 oder mehr Personen aufhalten können.
Der Umzug gestaltete sich
unproblematisch, wobei festzustellen ist, daß der Wettergott unser Fan sein
muß: Es gab vorher Regen und nachher Regen, aber nicht während des Umzuges.
Zum Mittagessen enterten wir
schnell das Soldatenheim, das zu dieser Zeit eigentlich geschlossen war. Aber
der Wirt hat uns schnell und gern etwas zubereitet.
Abends waren wir dann auch wieder
zum Essen dort. Leider zum letzten Mal, weil das Soldatenheim, obwohl außerhalb
der Kaserne, von der Versorgung mit
Strom, Wasser und Wärme von der Kaserne abhängig ist. Also muß der Wirt im Juni
ebenfalls schließen.
Noch kurz zu „unserer“ neuen
Kaserne: Die Immelmann-Kaserne (ob sie früher auch schon so hieß, weiß ich gar
nicht) besteht seit 1935.
Die Besonderheit der Kaserne
besteht darin – und da müßte es bei dem einen oder anderen schon geklingelt
haben – daß während der Berlin-Blockade 1948/49 durch die Sowjets u.a. von hier
aus die Rosinenbomber gestartet sind, um die Stadt zu versorgen.
Deshalb wurde auch vor einigen
Jahren die kleinere Kopie des Luftbrückendenkmals (Hungerkralle) aufgestellt.
Klaus Wehler
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