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Traditionsveranstaltung der Panzertruppenschule Munster 2007


Halbkettenzugmaschine

Es kommt ja wirklich nicht oft vor, daß die Bundeswehr ausdrücklich nach Modellen von Fahrzeugen aus  dem 2. Weltkrieg verlangt.

Trotzdem war es so.

Die Panzertruppenschule richtet ja für die verschiedenen Traditionsverbände die Treffen aus. In diesem Falle trafen sich die Letzten des Panzerkorps "Großdeutschland", einer Heeresformation der ehemaligen Deutschen Wehrmacht. Es wurden etwa 150 Teilnehmer erwartet, darunter auch einige frühere Gegner aus England und den USA.
 

In Rahmenprogramm sollte die RAG Militärmodellbau Modelle ausstellen und natürlich auch im Fahrbetrieb vorführen.

Panther

Jagtpanther

Dabei hatte sich der Kommandeur eine besondere ganz Einlage ausgedacht: Die Veteranen sollten Panzererkennung betreiben. Dazu wurden rechts und links der Straße Tribünen errichtet, auf denen die Leute standen. Dann fuhren Modelle von uns in Abständen vorbei. Auf einer vorbereiteten Liste sollten die Beobachter nun eintragen, unter welcher Nummer sie einen bestimmten Panzer erkannt hatten. Eigentlich standen für einen besonderen Gag noch DF (Doppelfernrohr)zur Verfügung. Leider konnten wir das aber nicht durchziehen.

Ganz zu Anfang der Vorbeifahrt sollten die "Kleinen" im M 1:35 von Alex und Jenny fahren. Da hätte man schon mal ein DF einsetzen können. Leider hat eine Krankheit einen Strich durch die Rechnung gemacht. Na ja, haben wir also mit 1:16 begonnen: Da hatten wir als erstes Fahrzeug den Königstiger, dem der Pz III folgte. Im M 1:10 klirrte der Panther Ausf. A über den Asphalt, dem die Schwerlastzugmaschine Kaelble mit angehängtem Straßenroller (Tieflader) mit aufgeladenem T 34 folgte.


Dann fuhr im M 1:8 ein weiterer Panther Ausf. A vorbei. Danach kamen die "Dicken" im M 1:6


HalbkettenfahrzeugZunächst hatten wir da den Jagdpanther und als Neuheit die Halbkettenzugmaschine SdKfz 7 als Mannschaftstransporter mit aufgesessenen Soldaten, die auch noch beweglich waren.

Verlief alles prima. Zuletzt fuhren alle eingesetzten Modelle nochmals in Linie auf, so daß die Leute sie noch mal aus der Nähe betrachten konnten.
Es wurde doch das eine oder andere Modell eindeutig identifiziert:
"Das ist ganz klar ein T 32 !!"  Naja, dicht dran. Mal sehen sehen, was das Auswertungsergebnis so gebracht hat.





Im benachbarten Lehrsaalgebäude hatten wir entlang des gesamten Flures auf Tischen eine Unmenge Modelle im M 1:16 und 1:10 ausgestellt. Das ging über die ganze Palette der Wehrmachtsfahrzeuge.
Im M 1:16 waren dort der Tiger I, Tiger II, Sturmtiger und Pz III ausgestellt.

Modellpanzer

Im M 1:10 ging es vom Pz I , Pz II mit Unterart Bison, Pz III mit Unterart StuG III mit Kanone 7,5L24 und StuG III mit 7,5L48 über Pz IV mit Unterart StuG IV in zwei Ausführungen, zwei Panther, drei Tiger I als frühe und späte  Fertigung, zwei Sturmtiger und einem Tiger II.

T38

Pz 1

Pz III

Sturmtiger

Weiter auf der Palette der ausgestellten Fahrzeugen ging es mit einer Tankattrappe aus der Reichswehrzeit, zwei (gekauften) Motorradgespannen BMW und Zündapp, verschiedenen Halbkettenfahrzeugen, nämlich zwei kleinen Schützenpanzern, davon einer als "Greif", einem mittleren Schützenpanzer und der  schweren Zugmaschine SdKfz 9 von Famo.

Tankattrappe

Halbkette

Famo

Dann, wie schon erwähnt, die Schwerlastzugmaschine Kaelble mit Straßenroller und aufgeladenem T 34.

Kaeble T34

War eine ganz beeindruckende Ausstellung, die von den Besuchern, wie auch den Bw-Angehörigen entsprechend gewürdigt wurde.

Vorne im Treppenhaus hatten wir die dicken Dinger platziert. Hier standen die eingesetzten Fahrzeuge Panther im M 1:8, der Jagdpanther, die Halbkettenzugmaschine SdKfz 7, als Anhängelast die 2cm  Flak 36, ein Kettenkrad mit Kran und einem Motor als Last sowie ein Beiwagenkrad mit aufgesessenen Soldaten . In eine Ecke verkrochen stand - in diesem Falle als Exot -  der Schützenpanzer Marder der Bw im M 1:8.

Jagdpanther

Halbkettenzugmaschine

Kettenkrad

Das Krad sorgte dann auch noch für eine Überraschung, als es irgendwann nach dem offiziellen Teil wie ein geölter Blitz über die Piste flitzte. Interessant !!
Die Teilnehmer an der Traditionsveranstaltung, wie auch der gastgebende Kommandeur und der Kp-Chef mit Spieß waren begeistert, daß wir so gut mitgemacht hatten und ihr Konzept aufgegangen war.  Als Dank wurde uns eine speziell für diese Veranstaltung etikettierte Flasche Wein überreicht.

Flasche Wein
In der Ausstellung ergaben sich  natürlich zwischen uns und den Veteranen, aber auch bei denen untereinander, lebhafte Gespräche, wenn einer "sein" Fahrzeug entdeckte, das er im Kriege gefahren hatte.
Da konnten teilweise noch wertvolle Hinweise für die Ausstattung eines Modells erlangt werden: "Hier hatten wir immer eine Kiste mit Verpflegung drauf." Oder: "Mit diesem Beiwagengespann haben wir oft VW aus dem Schlamm gezogen."

Was eigentlich etwas irritierend war: Wieso liefen da einige Japaner rum und haben wie die Wilden fotografiert und Fragen gestellt. Wie passen die in eine Traditionsveranstaltung?


Die Bundeswehr hatte natürlich auch einige Fahrzeuge ausgestellt. Da es sich bei den Gastgebern um eine Aufklärungseinheit handelte, wurden der Wolf, ein Fennek mit Drohne,  Spähpanzer Luchs und TPZ Fuchs ausgestellt.


Natürlich gab es die übliche Erbsensuppe und später Kaffee und Kuchen. Alles lecker.
Zum Glück hatten wir durch Lehrgangsteilnehmer eine Menge helfende Hände zur Verfügung,,,,,,,,,

Helfende Häde


die aber auch ihren Spaß hatten: Frau Unteroffizier dressierte mit zunehmendem Spaß den Panther (M 1:8) von Heinrich.

Panther

Wenn keiner gelogen hat, sind alle auf ihre Kosten gekommen und hatten einen schönen und interessanten Tag in der Panzertruppenschule in Munster.


Klaus Wehler
 
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