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Zwischen November und März ist ja Ruhe im Deutschen Panzermuseum in Munster.
Wirklich gilt das aber nur für die Besucher.
Tatsächlich wird die Pause von der Lehrsammlung genutzt, um
mächtig umzuräumen und alle Exponate auf den neuesten Stand
zu bringen.
So ist der Platz, den der Tiger I bisher eingenommen hat, schon wieder
ausgefüllt. Eine Wespe reckt ihr Rohr schon gegen die Decke und
die Drehbühne für den Panzer I, den die Franzosen wieder
zurückbringen, ist auch schon installiert. So kommt eines zum
anderen.
Allerdings gibt es ja nicht nur die dicken Dinger im
Museum. In einigen Glasvitrinen werden Plastikmodelle im
Maßstab 1:35 gezeigt. Diese Modelle, die schon einige Jahre auf
dem Buckel haben, mußten mal dringend restauriert werden. Jeder
Bastler weiß ja, daß die Klebestellen mit den Jahren
brüchig werden. Da kann man bei den Transporten der Vitrinen beim
Umräumen noch so vorsichtig sein, es gibt immer mal wieder
Schäden.
Was lag das näher, als daß die Museumsleitung
die RAG Militärmodellbau gefragt hat, ob sie nicht die
Restaurierung übernehmen könnte.
Haben wir doch sofort zugesagt.
Am vergangenen Samstag trafen sich daher neun Mitglieder der RAG im Museum und gingen die Sache an.

Es waren ca. 120 Modelle in fünf Vitrinen zu
überprüfen und in vielen Fällen zu reparieren.
Natürlich gab es keine großen Schäden, aber meist war
hier ein MG oder eine Antenne lose oder abgebrochen oder irgend ein
anderes Teil war wieder zu befestigen.
Wir hatten es uns an einigen Tischen im der geheizten
Uniformabteilung bequem gemacht. Zunächst wurden alle Modelle aus
den Vitrinen entnommen, überprüft und entsprechend sortiert.
Die Gelegenheit war günstig, so wurden die leeren Vitrinen gleich
mal innen und außen gereinigt.

Die fertigen Modelle wurden gemäß dem Wunsch
des Museumsleiters nach bestimmten Themen wieder in die Vitrinen
eingeordnet.
Zwischendurch gab es vom Museum Kaffee. Nach einem gemeinsamen
Mittagessen wurden abschließende Arbeiten vorgenommen und am
Nachmittag konnte der Museumsleiter die fertigen Vitrinen
übernehmen.
Alle waren mit Eifer und Ausdauer dabei und dem Museum wurde geholfen.
Wir sind zu weiteren Schandtaten bereit.
Klaus Wehler
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