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Erster Aktionstag der RAG Militärmodellbau 2008
Eigentlich ist es ja etwas riskant, im April eine Veranstaltung im Freien zu planen, noch dazu an einem 13. Na gut, es war kein Freitag, sondern ein Sonntag. Vielleicht
deshalb hat uns der Wettergott an unserem ersten Aktionstag im
Deutschen Panzermuseum in Munster einen schönen Tag beschert.
Die paar vereinzelten Regentropfen kann man getrost verschweigen. Häufig schien sogar die Sonne. Was will man mehr!
Die
RAG Militärmodellbau hatte zum Aktionstag eingeladen und eine
befriedigende Anzahl von Vereinsmitgliedern und Gästen hatte sich mit
ihren Modellen eingefunden. Die ersten Gäste waren schon vor der Öffnung des Museums da. Zunächst
galt es, der veränderten Situation im Museum zu begegnen. Dort, wo wir
bei früheren Veranstaltungen unsere Tische zur Präsentation der
kleineren Modelle oder der Standmodelle aufgebaut hatten, war kein
Platz mehr. So haben wir kurz entschlossen die Halle für
Wechselausstellungen für unsere Zwecke umfunktioniert. Alle haben
mitgeholfen, die Tische aus dem Feldhaus zu holen und aufzubauen, so
dass ruckzuck eine kleine Ausstellung von Modellen ins Leben
gerufen wurde. In der Mehrzahl waren das Modelle im M 1:16, die
weitgehend vom Panzer Team Itzehoe, dessen Modelle wirklich sehenswert
sind, ausgestellt wurden. Einige wenige Modelle im M 1:10 und 1:8
standen auch auf den Tischen. So z.B. die Rohbauten eines
Halbkettenfahrzeuges SdKfz 250/9 und des nie eingeführten
Panzerzerstörers auf Pantherfahrgestell mit 128 mm Kanone. 

Weiterhin waren von einem neuen Vereinsmitglied zum ersten Mal Eisenbahngeschütze mit ausgestellt worden. 


Dank der
guten Wetterlage konnten wir die fahrbereiten großen Modelle in den
Maßstäben 1:10 bis 1:5 auf dem Modellgelände abstellen. Die 1:16er wurden dann bei Bedarf aus der Halle ins Gelände gefahren. Da
war nun eine bunte Vielfalt von Modellen im Fahrbetrieb zu sehen: Im M
1:16 fuhr z.B. der Panzertransporter mit aufgelastetem Leopard 1 mit
Zusatzpanzerung am Turm ( Leo 1 A1 A1 ?) ins Gelände und lud
ihn ab und nach einigen Runden wieder auf. Einige Leopard 2A6 ,
Leopard 2A5 (Super Tarnung), TPZ Fuchs, Pz III, Jagdpanther und andere
Modelle aus der bekannten Palette drehten ebenfalls ihre Runden. 

Zwischendurch
kurvten zwei HUMMER in rasanter Fahrt durch das Gelände und über die
Brücke. Zahlreiche Fotos wurden geschossen, bis der interessante Teil
kam: Einer sauste in den Teich und machte einem U-Boot
Konkurrenz. Na ja, den Berichten des Besitzers zufolge hat die
Elektronik keinen Schaden genommen. Immerhin konnte das Teil in der
Sonne getrocknet werden. Im M 1:10 wurden noch im Rohbau aber fahrbereit der Schützenpanzer Marder und der Bergepanzer 2 Standart gezeigt. 
Im
Maßstab 1:8 kurvten der Schützenpanzer HS 30 (vermutlich getunt, so
schnell wie der fuhr), 
der Schützenpanzer M 113, der leichte Spähpanzer
Fennek und der Kampfpanzer Leopard 2A6 über das Modellgelände. 
HS 30
und Leopard versuchten sich auch mal an unserem neu angelegten Graben
von 23 cm Breite, um ihre Überschreitfähigkeit zu testen. Beim Leopard
überhaupt kein Problem, beim HS 30 hart an der Grenze, aber geschafft. An
der Steigung eines Hügels testete der Kampfpanzer Panther
(Stahlpanther) seine Kraft. Die wurde auch ausreichend bewiesen. Leider
hat eine Kette ihren Dienst verweigert. Hat aber nichts geholfen:
Schnell wurde ein Ersatzglied in die Kette eingefügt und schon ging es
weiter zur Fahrt durch das Wasser. Leider hatten wir diesmal nur einen Tiger I im M 1:6 dabei, der sich auch dementsprechend schüchtern verhielt. Zwischendurch zeigte uns Günther die Fahrkünste seines Kradgespann`s ...
Der
Hammer des Tages war aber der Jagdpanther im M 1:5. Ganz aus Stahl
gefertigt und mit einem benzinelektrischen Antrieb versehen! Für den
gibt es einfach keine Hindernisse. Und was der für einen Bums hat, du meine Güte. ...
So war also ganz schön was los auf unserem Gelände. Ich denke, alle hatten ihren Spaß. Und wenn nicht; selbst Schuld. Die Gelegenheit war da. Ach
ja, natürlich waren auch eine Menge interessierter Besucher dort. Unter
anderem ca. 200 ausländische Soldaten, die natürlich neben der Führung
durch das Museum auch gerne unsere Modelle bewunderten. Bis zum nächsten Aktionstag, dann an einem Samstag.
Klaus Wehler
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